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Sängerin Drogen, psychische Probleme: Das erschütternde Geständnis von Sinéad O'Conner

Sinéad O'Connor
Sinéad O'Connor will sich jetzt helfen lassen
© Mairo Cinquetti / Picture Alliance
Sinéad O'Connor wird sich wohl für ein Jahr aus dem öffentlichen Leben zurückziehen. Die Sängerin hat verraten, sich Hilfe zu suchen – all ihre Konzerte für kommendes Jahr wurden bereits abgesagt. 

Sinéad O'Connor machte in den vergangenen Jahren vor allem mit wirren Tweets und merkwürdigen Auftritten von sich reden. Jetzt will sich die irische Sängerin helfen lassen, wie sie selbst verrät. 

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O'Connor, die sich nach ihrer Konversion zum Islam Shuhada Sadaqat nennt, will ihre Tournee 2021 absagen, "damit ich ein einjähriges Trauma- und Suchtbehandlungsprogramm beginnen kann, weil ich sechs sehr traumatische Jahre hatte und dieses Jahr war das Ende davon, aber jetzt beginnt die Genesung". Das verriet sie in einer Reihe von Tweets. 

Sie habe in diesem Jahr eine ihr nahe stehende Person verloren und deshalb noch andere Drogen als Marijuana konsumiert. Der "Nothing Compares 2 U"-Star erzählte außerdem, dass sie seit 34 Jahren nach Gras süchtig und "mit vielen Traumata und Misshandlungen aufgewachsen" sei. "Ich bin dann direkt ins Musikgeschäft eingestiegen. Und habe nie wirklich gelernt, wie man ein normales Leben führt", erzählt O'Connor. 

Mentale Probleme

Doch nicht nur ihre Drogensucht bereiten ihr Schwierigkeiten, sondern auch ihre mentale Gesundheit. Erst kürzlich sprach die Musikerin darüber, sich nicht in Supermärkte zu trauen, weil sie unter Agoraphobie leide. 

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Oft nutzt O'Connor den Kurznachrichtendienst, um ihren Glauben preiszugeben. Herauskommen häufig wirre Tweets mit besorgniserregenden Botschaften. "Es tut mir furchtbar leid. Was ich jetzt sage ist so rassistisch, dass ich nie gedacht hätte, meine Seele könnte so fühlen", kündigte sie vor zwei Jahren an. "Aber ich will wirklich nie wieder Zeit mit weißen Menschen verbringen (falls das der Begriff für Nicht-Muslime ist). Nicht einen Moment, egal weshalb. Sie sind ekelhaft", schrieb sie.

Für den Tweet bekam O'Connor damals heftige Kritik. Dass sie sich nun helfen lassen will, werden wohl viele Fans begrüßen. 

Sie haben suizidale Gedanken? Hilfe bietet die Telefonseelsorge. Sie ist anonym, kostenlos und rund um die Uhr unter 0 800 / 111 0 111 und 0 800 / 111 0 222 erreichbar. Auch eine Beratung über E-Mail ist möglich. Eine Liste mit bundesweiten Hilfsstellen findet sich auf der Seite der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention.

Für Kinder und Jugendliche steht auch die Nummer gegen Kummer von Montag bis Samstag jeweils von 14 bis 20 Uhr zur Verfügung - die Nummer lautet 116 111.

ls

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