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Nach Krebsleiden: Soul-Star Charles Bradley ist tot

Erst 2011 erreichte Charles Bradley internationale Berühmtheit, nun müssen seine Fans um den Soul-Sänger trauern: Der 69-Jährige konnte den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen.

Soul-Sänger Charles Bradley bei einem Festival in Pasadena, Kalifornien

Im Juni 2017 gab Soul-Sänger Charles Bradley bei einem Festival in Pasadena, Kalifornien auf der Bühne noch alles

Wenn Charles Bradley auf der Bühne stand, wurde er oft mit James Brown verglichen. Der Soul-Sänger, dem erst vor wenigen Jahren sein internationaler Durchbruch gelang, verfügte über eine außergewöhnliche Präsenz. Nach langem Leiden hat er im Alter von 69 Jahren den Kampf gegen den Krebs verloren. Der Musiker verstarb am Samstag in New York im Kreise seiner Familie, Freunde und ehemaliger Band-Mitglieder, wie auf seiner Website bekanntgegeben wurde. Bradley wurde 69 Jahre alt.

Im Herbst 2016 war bei Magenkrebs diagnostiziert worden. Er überstand die Erkrankung zunächst, gab wieder Konzerte. Doch der Krebs kehrte zurück und befiel seine Leber. Anfang September musste der Sänger alle geplanten Auftritte absagen, darunter auch einige Konzerte in Deutschland. 

Bradley wurde erst spät entdeckt

Bradley wurde am 5. November 1948 in Gainesville (Florida) geboren und wuchs im New Yorker Stadtteil Brooklyn in ärmlichen Verhältnissen auf. Lange Zeit arbeitete er als Koch und spielte nebenher kleine Konzerte. Als Black Velvet trat er in Brooklyn in einer James Brown-Tribute-Show in Brooklyn auf, wo er schließlich entdeckt wurde.

2002 veröffentlichte er seine erste Single "Take It as It Comes".  Erst vor wenigen Jahren Mit dem Album "No Time For Dreaming"konnte er 2011 schließlich internationale Bekanntheit erreichen. Tourneen führten ihn durch die USA und Europa und wurden in dem Film "Charles Bradley: Soul of America" (2012) dokumentiert. Danach erschienen noch die Alben "Victim of Love" (2013) und Changes" (2016).

fri/DPA