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Starkoch Horst Lichter: Mit Mick Jagger in der Oldiethek

Fernsehstar, Promikoch, Buchautor und Koch-Kabarettist: Seit Horst Lichter vom Bergmann zum Starkoch aufgestiegen ist, sieht er seine Heimatstadt Rommerskirchen-Butzheim kaum mehr. Dabei hat er dort eine alte Tanzhalle zum Restaurant umgewandelt, wo er schon Mick Jagger bewirtet hat. Ein Besuch.

Von Tobias Käufer

Die Drohung ist unmissverständlich: "Wer hier klaut, stirbt", steht auf dem Schild gleich an der Eingangstür. "Und das meine ich ernst", sagt Horst Lichter beim Besuch von stern.de mit einem Augenzwinkern. Hier in Rommerskirchen-Butzheim, einer kleinen Ortschaft am Niederrhein, zieht sich der 46-Jährige zurück. In seiner "Oldiethek", einer Art Restaurant und Cafe mit eingebautem Privat-Museum, findet der Promi-Koch Ruhe und Inspiration zugleich.

"Alles hat seine eigene Geschichte", sagt der Fernseh-Koch. "Das ist mein Leben." Immer wieder bleibt Lichter stehen, gedankenversunken an eine Anekdote aus der Vergangenheit. So wie am Bild von Amparo, einer feurigen Schönheit aus Spanien: "Was für eine Frau, was für ein Urlaub", erinnert sich Lichter an den Spontantrip mit der Südländerin, deren Foto an der Wand gleich am Eingang hängt und den Gastgeber auch diesmal wieder für einen Moment verzaubert.

Ruhepol zwischen Kitsch und Trödel

Es stapeln sich alte Autos, Motorräder, Antiquitäten, Trödel und Kitsch, vermischt mit privaten Bildern und Erinnerungsstücken. Und mit allen verbindet Lichter gedankliche Ausflüge in die Vergangenheit. Die Sammelstücke haben für ihn vor allem ideellen Wert, "weil überall irgendwie mein Leben dran klebt." Zehntausend Gegenstände, zehntausend Gedanken aus einem turbulenten Leben auf der Überholspur. Das hat jede Menge Kraft gekostet: "Ich bin manchmal sehr müde, weil ich schon so viel gearbeitet habe. Dann setze ich mich einfach hin und blicke zurück." Zwei Gehirnschläge in jüngeren Jahren haben Lichter nachdenklich gemacht, vielleicht klammert er sich deshalb so an jede Erinnerung, an jede kleine Lebensgeschichte.

Lichters Aufstieg zur TV-Prominenz begann zunächst beim WDR-Fernsehen. Als ihn ZDF-Mann Johannes B. Kerner für dessen freitägliche Kochshow engagierte, gewann der Mann aus dem Rhein-Kreis Neuss mit seinem rheinischen Humor schnell die Herzen der Zuschauer. Es folgten weitere TV-Formate wie "Lafer! Lichter! Lecker!" oder der Kochwettbewerb "Küchenschlacht".

Erfolgsgeheimnis Authentizität

"Es ging alles rasend schnell", sagt Lichter. "Manchmal kann ich das selbst kaum glauben." Lichter ist Buchautor, Fernsehstar, Promikoch und füllt ganz nebenbei mit seinem Programm "Sushi ist auch keine Lösung" ganze Konzertsäle. Das Geheimnis des Erfolges ist seine Authentizität: "Ich verstelle mich nicht. Ich bin so wie ich bin, wenn das den Leuten gefällt dann ist das schön." Trotz seiner Kochkünste versteht sich Lichter aber eher als Entertainer: "Kochen muss Spaß machen. Wenn es mir gelingt, das zu vermitteln, dann habe ich mein Ziel erreicht." Für die Lichter-Fans sind dessen Anekdoten und Kalauer mindestens genauso wichtig wie seine Rezepte.

Vor fast 20 Jahren mietete der mittlerweile 46 Jahre alte Koch und Bergmann in Rommerskirchen-Butzheim die alte Tanzhalle, die seitdem sein Zuhause ist. Anfangs noch von den Nachbarn misstrauisch beäugt, bis der Duft von süßen Pfannekuchen die Luft an der Landstrasse 31 in Butzheim durchdrang. 365 Tage im Jahr stand Lichter in den Anfangsjahren hinter dem Ofen, gönnte sich keine Pause. Und er steckte jeden Pfennig in seinen eigenen Traum, manchmal mehr als er hatte. "Ich war oft pleite, das habe ich auch nie verheimlicht."

Rheinische Gastlichkeit mit Freunden

Heute ist die Oldiethek ein Schmuckstück: Ob alte Kameras, Kaffeekannen oder Fahrräder, Lichter hat sich sein eigenes zeitgeschichtliches Museum geschaffen. Er genießt es, seinen Gästen von all diesen Dingen zu erzählen und die Gäste genießen es, dem Mann mit dem wohl bekanntesten Schnurbart Deutschlands zuzuhören. Die "Oldiethek" ist für jedermann offen, ohne Voranmeldung. Hier genossen schon Berühmtheiten wie Mick Jagger von den Rolling Stones die rheinische Gastlichkeit, doch wirklich wichtig sind für Lichter die ganz normalen Leute. "Gibt es etwas Schöneres, als mit Freunden zusammenzusitzen und für sie zu kochen", fragt er. "Ich habe meinen Traum verwirklicht."

Lecker kochen und Geschichten erzählen

Am Wochenende und an den Feiertagen ist das zur "Oldiethek" gehörende Café geöffnet, das Restaurant dagegen nur wenn Lichter selbst zu Hause ist. Deswegen gibt es auch keine Speisekarte, der Gastgeber selbst schlägt die Menüs des Abends vor. Die Gäste dürfen dann auswählen. Lichter lebt in Butzheim seinen Traum: "Das ist das, was ich eigentlich immer machen wollte. Hier kann ich zuhören und selbst Geschichten erzählen. Hier kann ich der Mensch sein, der ich immer sein wollte."

Doch diese Glücksmomente werden immer weniger: Weil Lichter als Fernsehkoch oft unterwegs ist, kann er nur noch selten am heimischen Ofen stehen. "Deshalb genieße ich diese Tage umso intensiver. Das ist ein Stück Heimat für mich, das ist mein Zuhause." Vielleicht auch deshalb hat er für sich seine ganz persönliche Definition von Heimat erfunden: "Lecker kochen und Geschichten erzählen. Deshalb bin ich hier zu Hause."

kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(