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STEUERPROZESS: Boris Becker will gestehen

Der »Steuerfall« Boris Becker steht laut dem »Spiegel« kurz vor dem Abschluss. Angeblich soll der ehemalige Tennisstar ein Geständnis ablegen und neben einer saftigen Steuernachzahlung zwei Jahre auf Bewährung erhalten.

Lösung für Becker »schmerzhaft«

Der »Steuerfall« Boris Becker steht nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins »Der Spiegel« kurz vor dem Abschluss. In zwei Gesprächsrunden mit der Richterin und dem Staatsanwalt hätten Beckers Anwälte eine Einigung erreicht, berichtet das Magazin. Die Lösung sei für den ehemaligen Tennisprofi schmerzhaft, erspare ihm aber einen peinlichen Prozess und eine mögliche Freiheitsstrafe.

Zweijährige Haftstrafe auf Bewährung plus Steuernachzahlung

Demnach wird das Gericht in München die Anklage wegen Steuerhinterziehung zulassen und das Verfahren eröffnen, aber schon am ersten Tag wieder beenden. Denn Becker soll gestehen und dafür eine zweijährige Haftstrafe akzeptieren, die zur Bewährung ausgesetzt wird. Außerdem muss er nach dem Bericht die mutmaßlich hinterzogenen 10,4 Millionen Mark plus Zinsen nachzahlen, insgesamt laut »Spiegel« etwa 6,5 Millionen Euro.

Scheinwohnsitz in Monaco

Staatsanwaltschaft und Steuerfahndung seien sicher, dass Becker Anfang der neunziger Jahre einen Scheinwohnsitz in Monte Carlo unterhalten habe, während er in Wahrheit in München gelebt habe und deshalb auch unbeschränkt in Deutschland steuerpflichtig gewesen sei. Bereits vor einigen Tagen hatten andere Medien ähnlich über eine mögliche Einigung zwischen Becker und den Behörden spekuliert.