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Antrag auf einstweilige Verfügung: Wegen Facebook-Post: Til Schweiger muss vor Gericht

Til Schweigers Wutanfall auf Facebook hat ein Nachspiel: Der Schauspieler muss am Freitag vor Gericht erscheinen, weil eine Userin Antrag auf einstweilige Verfügung stellte. Schweiger hatte eine Nachricht von ihr öffentlich kommentiert.

Til Schweiger

Til Schweiger sollte persönlich vor Gericht erscheinen

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Anfang Oktober brach es aus Til Schweiger heraus: Der Schauspieler hatte genug von den fiesen Kommentaren und Nachrichten, die er täglich in den sozialen Netzwerken geschickt bekommt. Deshalb machte er seinem Ärger auf Facebook Luft. "Ab heute werde ich jeden Deppenkommentar veröffentlichen... Also, wer seine 15 Minuten in der Öffentlichkeit genießen will - schreibt jetzt!!!", forderte er damals auf. Gleichzeitig machte er zahlreiche bereits empfangene Nachrichten öffentlich und kommentierte sie. Genau das hat jetzt juristische Folgen für Schweiger.

Wie das Landgericht Saarbrücken mitteilt, muss der "Tatort"-Kommissar am Freitag vor Gericht erscheinen. Um 12 Uhr soll dort über einen Antrag auf einstweilige Verfügung verhandelt werden. Eine Facebook-Nutzerin sieht sich durch Schweigers Veröffentlichung ihrer Nachricht in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt.

Til Schweigers Flucht nach vorne droht zu scheitern

Schweiger hatte einen Screenshot ihrer Nachricht gepostet. Darin fragte sie ihn, ob er nach der Bundestagswahl Deutschland verlassen werde - angeblich, weil er das bei einem Einzug der AfD in den Bundestag angekündigt habe. Gleichzeitig beleidigte sie ihn. "Der Antragsgegner veröffentlichte diese Nachricht über seine Facebook-Seite und antwortete der Antragstellerin zugleich in einer anzüglichen Ausdrucksweise", heißt es in der Pressemitteilung des Landgerichts Saarbrücken über Schweigers Reaktion. 

Für den 53-Jährigen ist das besonders ärgerlich, da er stets betont, niemals über Auswandern gesprochen zu haben. ist bekannt dafür, sich öffentlich gegen Rechtsextremismus und für Geflüchtete einzusetzen. Dafür wird er häufig angefeindet. Nun soll er im echten Leben auf eine seiner Online-Gegnerinnen treffen: Das Gericht hat für beide Parteien das persönliche Erscheinen angeordnet.


sst

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