HOME

Sexuelle Nötigung: Karlheinz Böhms Tochter erhebt schwere Vorwürfe gegen ihre Eltern

Unsittliche Berührungen bis sexueller Missbrauch: Die Tochter von Karlheinz Böhm ist nach eigenen Aussagen als Kind von ihrer Mutter genötigt worden. Auch eine Begegnung mit dem Vater stößt ihr auf.

Sissy Böhm bei der Beerdigung ihres Vaters im Juni 2014

Sissy Böhm bei der Beerdigung ihres Vaters im Juni 2014

Sissy Böhm, die älteste Tochter von Schauspieler und Wohltäter Karlheinz Böhm, erhebt in ihrem Buch "Im Schatten des Lichts" schwere Vorwürfe gegen ihre Eltern, vor allem gegen ihre Mutter Elisabeth Zonewa. Das berichtet die "Bild am Sonntag" (Paywall). Im Alter von fünf bis acht Jahren soll Zonewa das Mädchen sexuell missbraucht haben. Später soll die alkoholabhängige Frau Sissy mit auf Sexparties in der Münchner Schickeria genommen und ihre Tochter sogar zur Prostitution im "Bekanntenkreis" genötigt haben.

Auch ihr Vater habe sie im Alter von 13 Jahren unsittlich am Busen berührt, jedoch nie vergewaltigt, wird aus dem Buch zitiert. Im Interview mit der "Bild am Sonntag" (Paywall) sagt die 59-Jährige außerdem: "Er hatte Angst vor mir, und heute weiß ich warum: Er wusste alles. Er konnte mir nie in die Augen schauen, er wollte sich nie meiner Geschichte stellen. Eigentlich tut er mir leid."

Wehren können sich die Beschuldigten gegen die Anschuldigungen nicht. Karlheinz Böhm starb im Mai 2014 im Alter von 86 Jahren. Er hinterließ sieben Kinder. Auch Sissys Mutter ist tot. Sie nahm sich im Jahr 2011 das Leben.

Dass sie die Vorwürfe gegen ihre Eltern jetzt erst veröffentlicht, erklärt Sissy Böhm im Interview mit der "BamS“ so: "Weil ich Betroffenen sagen möchte: Wehrt euch, nehmt nicht hin, was sie mit euch machen.“ In ihrem Buch an dem sie seit drei Jahrzehnten gearbeitet habe, beschreibt Böhm dem Bericht zufolge auch ihre eigenen Selbstmordversuche, ihre Alkoholsucht und psychiatrische Behandlungen.

Die Biografie "Im Schatten des Lichts: Bekenntnisse einer Tochter aus gutem Hause" soll im Januar erscheinen. Der "Bild"-Zeitung lag das Buch angeblich exklusiv vor.

awö
Themen in diesem Artikel