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Unfall von Paul Walker: Polizei geht Hinweisen auf illegales Rennen nach

Zeugen sollen zum Zeitpunkt des tödlichen Unfalls ein zweites Auto an der Unglücksstelle gesehen haben. Die Polizei nimmt ein mögliches illegales Autorennen als Unglücksursache unter die Lupe.

Ein illegales Straßenrennen könnte zu dem Autounfall geführt haben, der dem Schauspieler Paul Walker das Leben kostete. Laut dem Nachrichtensender CNN soll die Polizei Hinweise erhalten haben, dass zum Zeitpunkt des Unglücks am Sonntag ein zweites Auto an der Unfallstelle gesehen worden ist. Ein Untersuchungsbeamter bestätigte gegenüber dem Sender, dass die Polizei diesen Hinweisen nachgeht.

Der Straßenabschnitt, auf dem sich der Unfall ereignete, sei in der Vergangenheit als Austragungsort für derartige Rennen in Erscheinung getreten. Derzeit suche die Polizei nach Zeugen. Auch das Klatschportal "TMZ" spricht unter Berufung auf Polizeikreise von "Hinweisen" auf ein illegales Autorennen. Die Polizei geht den Medienberichten zufolge davon aus, dass der Porsche mit Walker auf dem Beifahrersitz viel zu schnell unterwegs gewesen ist.

Nicht identifizierte Bremsspuren

Unabhängig von den Hinweisen auf ein illegales Rennen könnte ein anderes Auto den Unfall verursacht haben. Die Ermittler ziehen die Möglichkeit in Betracht, dass ein zweites Fahrzeug den Porsche ausgebremst haben könnte. In der Nähe der Unglücksstelle befänden sich Bremsspuren auf dem Asphalt. Bislang konnten sie nicht mit dem Unglücksauto in Verbindung gebracht werden, so der Untersuchungsbeamte.

Jim Torp, der kurz nach dem Unglück an der Unfallstelle eintraf, berichtete auf CNN, dass er die Bremsspuren untersucht habe. Er vermutet, dass die Spuren zu einem Auto mit kleineren Reifen als die des Porsches gehören.

Walker starb am Samstag auf dem Beifahrersitz eines roten Porsche Carrera GT, der von seinem Freund Roger Rodas gefahren wurde. Der Sportwagen kam aus noch ungeklärter Ursache von der Straße ab, prallte gegen einen Laternenmast und einen Baum und ging in Flammen auf. Rodas, ein Profi-Rennfahrer, kam bei dem Unfall ebenfalls ums Leben.

Dreharbeiten gestoppt

Unterdessen trauern Fans und Freunde auf der ganzen Welt um den Schauspieler. Hunderte Menschen strömten zum Unfallort. Auch Tyrese Gibson, Walkers Co-Star aus der Filmreihe "The Fast and the Furious", besuchte die Unglücksstelle und brach in Tränen aus.

"Sein Herz war so groß ", sagte der Vater des Schauspielers auf dem Sender KCAL. "Ich war stolz auf ihn, jeden Tag seines Lebens. Ich bin nur froh, dass ich ihm jedes Mal, wenn ich ihn gesehen habe, gesagt habe, dass ich ihn liebe. Und er hat dasselbe getan."

Walker arbeitete gerade am siebten Film der Reihe, bei der es um illegale Autorennen mit getunten Sportwagen geht. Der neue Streifen sollte nächsten Juli in die Kinos kommen. Die Fortsetzung der Dreharbeiten ist nach dem tödlichen Unfall des Schauspielers aber in der Schwebe.

ivi/AFP / AFP