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Verona Pooth: "Jugendschutz müsste strenger sein"

Früher moderierte sie das Sex-Magazin "Peep!", heute gibt Verona Pooth die Sittenwächterin: Sie fordert besseren Jugendschutz und kritisiert, dass Robbie Williams seinen "nackten Pop ständig ins Fernsehen" hält.

Verona Pooth sieht Popstar Robbie Williams als falsches Vorbild für Kinder und Jugendliche an. In einem Interview der "Bild am Sonntag" warf sie ihm vor: "den nackten Popo ständig ins Fernsehen zu halten, zu sagen 'Hallo, ich kokse, hallo, ich bin nackt, und ich hatte mit 200 Frauen Sex, und vielleicht bin ich auch schwul'."

Telefonsex-Werbung nur mit Decoder

Die 37-Jährige sagte außerdem, die Toleranzgrenze der Deutschen sei sehr hoch: "Ich glaube aber, dass das Jugendschutzprogramm gerade fürs TV noch viel strenger sein müsste." Die frühere Moderatorin des Sex-Magazins "Peep" forderte, dass die Fernsehwerbung für Sexhotlines nur über einen Decoder zu empfangen sein sollte. "Ich denke, diese Spots sind für Kinder nur schwer verkraftbar", sagte Pooth, deren Sohn San Diego zwei Jahre alt ist. Sie habe aber nichts dagegen, wenn sich Erwachsene die Spots ansehen und auch anrufen. Sie selbst sei ein gutes Vorbild.

"Auch wenn es sich altmodisch anhört, sehe ich mich als anständig an", sagte Verona Pooth. Sie habe nie Nacktfotos gemacht oder Erotikfilme gedreht. Auch habe sie nie ohne Höschen getanzt und auch nicht drei Tattoos auf dem Popo mit den Namen von Exfreunden. Beruflich brauche sie die Abwechslung, erklärte die 37-Jährige. "Im Moment bin ich gar nicht so wild auf Werbeverträge. Ich konzentriere mich wieder mehr auf TV-Sendungen."

AP / AP