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was-macht-eigentlich: Charles Edward Stuart

Der englische Thronprätendent, Enkel von König Jakob II., verließ sein römisches Exil, um in Schottland einen Aufstand gegen die Engländer anzuzetteln

Der englische Thronprätendent, Enkel von König Jakob II., verließ sein römisches Exil, um in Schottland einen Aufstand gegen die Engländer anzuzetteln STERN: Prinz, die Damen Roms sind außer sich. Ihr Liebling, um den sich alle reißen, Charles Edward aus dem Hause Stuart, der Star aller Feste, ist verschwunden.

CHARLES EDWARD: Für einen Mann gibt es eben noch ein paar Dinge mehr auf der Welt als Menuette und Ballgeflüster.

STERN: Und wo finden wir Sie schließlich? Am Ende der Welt, in einem schottischen Fischernest namens...

CHARLES EDWARD: ...Lochnanuagh.

STERN: Das kann ja keiner aussprechen.

CHARLES EDWARD: Hier bin ich vor einem Jahr gelandet. Draußen liegt eine französische Fregatte, die bringt mich weg.

STERN: Alles schief gegangen?

CHARLES EDWARD: Kann man sagen. Eigentlich sollte es eine französische Invasion geben. Sie wissen doch, England und Frankreich liegen im Krieg. Landung bei Dover, dann direkt auf London. Ich gehe mit, werde Regent von England und sorge dafür, dass das Haus Stuart wieder auf den Thron kommt. So war der Plan. Aber die Flotte ging im Sturm entzwei. STERN: Bedauerlich.

CHARLES EDWARD: Da dachte ich, ich kann das auch allein, und segelte mit ein paar Leuten nach Schottland, um von da aus die Sache anzufangen.

STERN: Und, ging es allein?

CHARLES EDWARD: Der erste, der mir gegenübertrat, ein Häuptling, einer von den vielen Macdonalds, hat mich angeknurrt: Geh nach Hause, Prinz.

STERN: Kein schöner Empfang.

CHARLES EDWARD: Andere haben sich ähnlich geäußert. Denen habe ich es aber gezeigt. Mein Zuhause ist hier, habe ich gesagt. Das hat gezündet. Im Handumdrehen hatte ich ein kleines Heer beisammen. Leider altertümlich bewaffnet, mit Schwert und Schild, wie das hier so Sitte ist. Aber ein Kampfgeist! Das erste Gefecht gegen die Engländer: Meine Highlander rissen sich die Röcke runter und fielen mit Gebrüll über die jämmerlichen Söldner her. Die Rauschebärte mit den nackten Ärschen, wie sie übers Feld stürmten, ich könnte mich heut noch totlachen.

STERN: Das mit den nackten Ärschen wird den Damen in Rom gefallen.

CHARLES EDWARD: Schreiben Sie das nur.

STERN: Aber dann...

CHARLES EDWARD: ...na ja, es hat eben nicht gereicht. Ein Teil der Leute ist einfach nach Hause gegangen. Denen fehlt jeder Sinn für konsequente Kriegsführung.

STERN: Sie reden ja wie ein Berufsmilitär.

CHARLES EDWARD: Es gibt nichts, was ein Gentleman nicht kann. Ich habe mich auch nicht geschont. Immer im Dreck gelegen mit den Leuten. Aber der Marsch auf London ist dann doch stecken geblieben, wir mussten umkehren, immer die Armee des Herzogs von Cumberland auf den Fersen. Schließlich die Schlacht von Culloden...

STERN: ...was war damit?

CHARLES EDWARD: Verloren eben. Dann die Flucht. 30000 Pfund waren auf meinen Kopf ausgesetzt. Aber keiner verpfiff mich. Bin eben doch ihr Held. Bonnie Prince Charlie nennen sie mich jetzt, das hat doch was. Fünf Monate auf der Flucht, quer durchs Land. War schon ein Abenteuer.

STERN: Schöner als die lauschigen Abende in Italien mit Mandolinen und Mondschein?

CHARLES EDWARD: Allerdings.

STERN: Und was sollen wir den römischen Damen sagen?

CHARLES EDWARD: Ein Mann muß sich bewähren.

Mit Charles Edward sprach STERN-Reporter Reinhard Barth.

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kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(