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Wiener Opernball: Ballnacht mit kleinen Zwischenfällen

Der Wiener Opernball ist ohne größere Zwischenfälle, aber auch ohne Aufsehen erregende Höhepunkte zu Ende gegangen. Stargast des Abends war US-Schauspielerin Andie MacDowell.

Der 48. Wiener Opernball ist am Freitagmorgen ohne größere Zwischenfälle aber auch ohne Aufsehen erregende Höhepunkte zu Ende gegangen. Zwar kam es am Rande des Traditionsfests in der Wiener Innenstadt zu kleineren Schlägereien zwischen Opernballgegnern und der Polizei. Die rund 6.000 Gäste des Balls der Bälle ließen sich davon im festlich geschmückten Opernhaus aber nicht beeindrucken. Die Veranstalter hatten das Gebäude in diesem Jahr mit 60.000 Rosen und Tulpen in den Farben tiefrot bis Lila geschmückt.

Punktlich um 22.00 Uhr begann das Programm des Abends, zu dem neben der gesamten österreichischen Regierungsspitze und zahlreichen europäischen Politikern vor allem Prominente aus der Wirtschaft und dem Showgeschäft kamen. Viele neue Gesichter konnten langjährige Beobachter in diesem Jahr nicht ausmachen. Mehrere deutsche Prominente hatten kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt, darunter der Ex-Playboy Gunter Sachs und Formel-1 Ass Ralf Schumacher. Dagegen erschien Franz Beckenbauer mit Lebensgefährtin und auch Christine Kaufmann wurde in einer Loge gesehen.

Stargast des Abends war eindeutig die US-Schauspielerin Andie MacDowell

Unter den künstlerischen Darbietungen zum Auftakt des Abends ragte die russische Sopranistin Anna Netrebko heraus. Der Stargast des diesjährigen Opernballs war jedoch eindeutig die US-amerikanische Filmschauspielerin Andie MacDowell. Sie zog die Blitzlichter der zahlreichen Pressefotografen förmlich an. MacDowell war vom umstrittenen Wiener Bauunternehmer Richard Lugner (71) als offizielle Begleiterin für den Abend angeheuert worden. Sie sei in Wien «wie eine Königin behandelt worden» meinte die ganz in Schwarz gekleidete Schauspielerin bei einem Interview am Abend.

Es wird damit gerechnet, dass der Opernball dem Veranstalter auch in diesem Jahr wieder Einnahmen von drei Millionen Euro gebracht hat. Im vergangenen Jahr war davon ein Reingewinn von einer Million Euro geblieben. Die Preise für den Eintritt lagen auch in diesem Jahr bei 215 Euro. Wer jedoch eine Rangloge mieten wollte, musste dafür 16.000 Euro berappen.