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BRILLEN-TRENDS: Anastacia macht es vor: Mut zur Brille

Mit ihren mehr als 40 Brillen verändert Popsängerin Anastacia ihr Outfit von Auftritt zu Auftritt. Längst wird die Brille nicht nur als Sehhilfe, sondern auch als Accessoire eingesetzt.

Selbst Menschen, die gar keine Sehschwäche haben, verwenden mittlerweile die Brille als Stylinginstrument. Die Optik-Branche reagiert mit einer Vielzahl an neuen Formen, Farben und Größen auf diese Entwicklung. Noch vor 20 Jahren wurden Fehlsichtige als »Brillenschlange« verhöhnt. In der Tat waren die Gestelle damals oft wenig vorteilhaft. War dann noch jemand auf mehrdioptrische Gläser angewiesen, muteten diese eher wie Glasbausteine an und ließen die Augen zum Teil um ein Vielfaches größer erscheinen. Doch nicht nur die Gläser sind inzwischen leichter und dünner geworden. Was das Styling der Sehhilfen angeht, bevölkern mittlerweile auch namhafte Designer wie Joop, Gucci oder Alain Mikli den Brillenmarkt.

Zwei völlig unterschiedliche Trends

Im wesentlichen gibt es in der Brillenmode zwei Trends, die in unterschiedliche Richtungen gehen: Zum einen randlose Brillen aus leichten Materialien, deren Bügel direkt am Glas angebracht sind. Zum anderen dominante Kunststofffassungen in dunklen Farben. Sie entsprechen dem Retrostil der siebziger Jahre. Daneben hält die Entwicklung zu kleineren Fassungen an, Bügel und Ränder werden aber auch hier wieder breiter. Die Farben sind weniger grell, eher gedämpft in Grün, Violett, Blautönen und Rotvarianten, besonders gefragt ist Schwarz.

Titan und Edelstahl gefragte Materialien

Stark im Trend liegen auch Brillen aus Drei-Schicht-Materialien. Dadurch kommen unterschiedliche Farbnuancen zum Vorschein. Im Bereich der randlosen Brillen gibt es eine Entwicklung weg vom Minimalismus hin zu extravaganten Details. Bei einigen Modellen aus Metall wurden Anleihen beim Funsport gemacht. Sie schmiegen sich anatomisch an die Kopfform an. Schlichtes Design kann diese Brillen ebenso auszeichnen wie eine auffallende Kombination aus Federn, Klammern und Schrauben. Zu den bevorzugten Materialien gehören Titan und Edelstahl. Sie halten nicht nur einiges aus, sondern sind auch antiallergisch.

Doch das Wesentliche bei der Brillenauswahl ist unabhängig von den zeitgeistigen Entwicklungen, erklärt der »Freudenhaus Eyewear«-Gründer Uwe Pinhammer: »Man muss sich bewusst machen, dass die Fassung ein Gesicht verändert. Sie ist zu einem großen Teil für die Ausstrahlung einer Persönlichkeit verantwortlich und sollte das Gesicht eines Menschen verschönern«.

Gesichtsform, Haarfarbe und Teint ausschlaggebend

Dabei sind neben der Typfrage die Gesichtsform, Haarfarbe und -länge sowie der Teint Ausschlag gebend, wie Sibylle Mönnig vom Fielmann-Stylisten-Service erklärt. Als Faustformel gilt: Die Fassung sollte konträr zur Gesichtsform gewählt werden. Ein rundes Gesicht bekomme durch eine eckige Fassung mehr Profil. Einem viereckigen und flächigen Gesicht schmeichelten hingegen ovale oder runde Formen. Nahezu freie Auswahl hätten Menschen mit einem ovalen Gesicht: Sie könnten zwischen rundem, rechteckigem oder ellipsenförmigem Design wählen.

Brünette sind besser dran

»Bei den Haarfarben sind die Brünetten besser dran, da ihnen alle Töne stehen«, erläutert Mönnig weiter. Doch grundsätzlich empfiehlt sie ihnen eher dunkle Kunststofffassungen - besonders, wenn die Kundinnen über einen getönten Teint verfügen. Blonden und Dunkelblonden rät sie zu Braun- und Pastelltönen und der Farbe Gold. Bei offenem, langem Haar passten extravagante Formen gut. Eine zarte Metallbrille oder eine randlose Fassung ließen sich dagegen gut mit glatt zurückgekämmten oder hochgesteckten Haaren kombinieren.

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