HOME

Eva Padberg: Das Eva-Prinzip

Ein komplettes Trend-Outfit für 250 Euro, geht das überhaupt? Topmodel Eva Padberg zeigt, dass Günstiges nicht billig aussehen muss, und hat für den stern Herbst-/Winter-Looks kombiniert.

Auch wenn man es von einem Model, das ständig in teuren Designerkleidern zu sehen ist, nicht erwarten würde: Ich bin eine klassische "Masse statt Klasse"-Shopperin. Wenn ich einkaufen gehe, dann am liebsten viel und preiswert. In meinem Kleiderschrank hängen nur wenige Designerstücke. Dafür jede Menge von H&M, Mango und Zara. Bei den Modeketten entdecke ich oft Teile, die ebenso angesagt sind wie die von Gucci oder Prada. Geizig bin ich deswegen nicht. In meinem Job stelle ich nur immer wieder fest: Ein hoher Preis garantiert nicht zwangsläufig Qualität. Deshalb kaufe ich lieber gleich günstige Teile. Da weiß ich wenigstens, was ich für mein Geld bekomme.

Ich finde es allerdings schade, dass so selten über preiswerte Mode berichtet wird. Umso mehr habe ich mich über das Angebot gefreut, für den stern die schönsten Winter-Outfits unter 250 Euro zusammenstellen zu dürfen. Zugegeben, es gab noch einen weiteren Ansporn für mich: die Rolle der Stylistin. Zum ersten Mal stand ich während eines Shootings nicht selbst vor der Kamera, sondern versteckt hinter Kleiderständern und Unmengen von Klamotten. Dort stöberte ich nach schicken Hosen, Mänteln, Pullis und Schuhen, um die Looks für die einzelnen Motive kombinieren zu können. Natürlich hatte ich immer das Budget im Hinterkopf. Die Zahl 250 rotierte ständig in meinem Hirn. Das Styling hat mir sehr viel Spaß gemacht, denn in meinem Job entscheiden in der Regel andere, welche Sachen ich auf dem Laufsteg oder vor der Kamera trage.

Klamotten von gestern sind die Must Haves von morgen

Für die Auswahl der Klamotten habe ich einen kleinen Trick angewandt und nach Outfits gesucht, die ich auch privat in meiner Wahlheimat Berlin tragen würde. Röhrenjeans und Chucks zum Beispiel. Oder Teile in meiner Lieblingsfarbe Grau. Mein Kleidungsstil ist eher reduziert, ich mag schlichte, gut geschnittene Basics. Wenn ich einkaufen gehe, achte ich darauf, dass die Sachen günstig sind, aber nicht billig aussehen. Allerdings passieren auch einem Modekenner wie mir hin und wieder Ausrutscher. In meinem Kleiderschrank hängt seit mehr als einem Jahr ein quietschgelbes Zara-Kleid samt Preisschild. Ich fand es damals wunderschön, musste es unbedingt haben. Getragen habe ich es nie. Zum Glück gilt in der Mode die Allzweckregel: Klamotten von gestern sind die Must Haves von morgen. Ich warte geduldig.

Protokoll: Cathrin Dobelmann

print
Themen in diesem Artikel