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Herbst-Frisurenmode Einmal Pony à la Hepburn, bitte!


Moderner Pilzkopf und barocke Lockenpracht sind die Trends für die Herbst-Frisuren. Stars der 60er und 70er Jahre - wie Audrey Hepburn und die Beatles - sind Vorbild für Schnitt und Styling eine neue Linie.

Barocke Wellen- und Lockenpracht, feminine Kurzhaarschnitte sowie moderne Varianten des Pilzkopfes bestimmen die Frisurenmode in der kommenden Herbst- und Wintersaison. Haarmoden von Filmdiven, Popstars und Fotomodellen der 60er und 70er Jahre wie Audrey Hepburn, Twiggy und Beatles seien im Zeitgeist interpretiert worden, sagte Franz-Josef Küveler, Leiter des Kreativ-Teams des Zentralverbands des Deutschen Friseurhandwerks, in Köln. Mit den Haartrends will die Branche ihre Umsatzflaute beleben.

Mix aus Wellen und Locken

"Die Asymmetrie der vergangenen Jahre ist vorbei", sagte Küveler. Gerade Schnitte prägen die Mode. Frauen bietet sich eine Bandbreite an Frisuren mit barocker Opulenz, modernem Glam-Rock und einer androgynen Ästhetik. Kurzhaarschnitte mit rundem, exakt geschnittenem Pony, Koteletten, toupiertem Ober- und Hinterkopf seien absolut in. "Für Frauen mit längeren Haaren sind Bewegung und Volumen die Stichwörter", sagte der Mode-Experte - als fließende Haarpracht mit voluminösem Oberkopf oder als ein Mix aus Wellen und Locken, mal wild, mal elegant gestylt. Auch Hochsteckfrisuren mit gelöster Haarlocke sind im Trend.

Bei den Männern lebt der Pilzkopf auf. Moderne Brit-Pop-Bands wie "Franz Ferdinand" verleihen dem Look Kultstatus. Mal kurz mit schmalen Seitenpartien, mal länger mit breiten und fransigen Koteletten, hochgestyltem oder glattem vollen Pony. "Grundsätzlich wird es länger bei den Männern", sagte Küveler. Exakte Haarschnitte favorisiere die Herrenmode nicht - ganz im Gegensatz zur Frauenmode.

"Natürliches Farbspiel"

So lautet der Trend für den deutschen Markt. "Die Bewegung wird ins Haar gemalt", sagte der Mode-Experte. Dunkle Ansätze, hellere Längen und Spitzen bestimmen die Haarpracht der Männer. Statt knallig und grell dominieren bei dunklem Haar warme Brauntöne, bei hellem Haar Kupfer- und Rosenholznuancen. Das Make-up setzt auf Glamour - jedoch stilvoll und dezent mit tiefschwarzer Wimperntusche, dunklem Kajal und Blautönen für die Augenbrauen.

Mit den neuen Trends will die Branche Kunden in die bundesweit 67 500 Salons locken. Seit 2001 sind die Umsatzzahlen laut Verband rückläufig. 2005 lag der Umsatz bei sechs Milliarden Euro. "Die Leute gehen weniger zum Friseur", sagte Hauptgeschäftsführer Rainer Röhr. "Wir scheinen aber auf dem niedrigsten Level angekommen zu sein." Wegen der geplanten Mehrwertsteuererhöhung rechnet der Verband mit einem guten Weihnachtsgeschäft und 2006 mit einem Ende der rückläufigen Umsatzentwicklung. Langfristig wird das Friseurhandwerk profitieren, sagte Röhr. Die steigende Zahl von älteren Menschen bringe Kunden. "Ältere Leute gehen öfter zum Friseur."

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Karoline Springer/DPA DPA

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