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London Fashion Week: Die Karawane zieht weiter

Der Mode-Tross ist von New York nach London gezogen: Dort begann am Dienstag mit viel Prominenz die Fashion-Week. Boy George ist mit einer eigenen Kollektion am Start.

Zum Auftakt gab es Tragbares für kalte Tage: Mit der Kollektion des für seine klassischen Entwürfe bekannten Designers Paul Costelloe hat am Dienstag die Londoner Modewoche begonnen. Fünf Tage lang zeigen rund 50 Designer aus aller Welt vor den Augen von 5000 Einkäufern, Journalisten und Fotografen Trends für die kommende Herbst- und Wintersaison 2006/2007. Am Rande der Laufstege soll sich diesmal besonders viel Prominenz tummeln - es wird gemunkelt, dass die Schauspieler Reese Witherspoon, George Clooney und Matt Damon sowie die Supermodels Naomi Campbell und Kate Moss kommen könnten.

Bei den noch bis Samstag dauernden Schauen zeigen renommierte Designer wie Julien MacDonald, Amanda Wakeley, Margaret Howell, Betty Jackson oder Paul Smith, was ihrer Meinung nach im kommenden Winter in keinem Kleiderschrank fehlen darf. London will aber auch seinem Ruf als Talentschmiede, die erfolgreiche Modeschöpfer wie Alexander McQueen oder Stella McCartney hervorgebracht hat, gerecht werden.

Boy George stellt eigenes Mode-Label vor

Zum ersten Mal mit einer eigenen Schau vertreten ist etwa der britische Sänger Boy George. In der Kollektion seines Labels "B-Rude" soll der ehemalige "Culture-Club"-Frontman unter anderem Latex- Unterhosen für Männer präsentieren. Auch das brasilianische Label "ISSA", das mit auffallend bedruckten Jersey-Kleidern bekannt wurde, feiert bei der Fashion Week seine Premiere.

Die zwei Mal im Jahr stattfindende Londoner Modewoche gilt traditionell als exzentrischer als die etablierten Schauen in New York, Mailand und Paris, hat aber auch Schwierigkeiten, gegen die drei Modemetropolen anzukommen. Um eine größere Zahl von Einkäufern und Journalisten anzuziehen, wurde die Fashion Week deshalb erstmals zeitlich so gelegt, dass der Tross der Modefans gleich weiter zu den Schauen nach Mailand und anschließend Paris reisen kann.

DPA / DPA