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MODEMESSE CPD: Farben und Optimismus

Sportlich, farbenfroh und optimistisch - so präsentiert sich die weltgrößte Modemesse Collections Premieren Düsseldorf (CPD) in diesem Jahr.

Sportlich, farbenfroh und optimistisch - so präsentiert sich die weltgrößte Modemesse Collections Premieren Düsseldorf (CPD) in diesem Jahr. Neben neuen Damenkollektionen mit rund 300 Ausstellern wird erstmal in der 53-jährigen Gesichte der Ordermesse auch die Herrenmode für Frühjahr und Sommer 2003 vorgestellt. Damit hofft die Igedo als Ausrichter, in der nächsten Modesaison endgültig die dunklen Wolken am trüben Wirtschaftshimmel der Textilindustrie vertreiben zu können. Von Sonntag bis zum 6. August wollen rund 2000 Aussteller die 60 000 Fachbesucher auf einer Ausstellungsfläche von 200 000 Quadratmetern von ihrem Angebot überzeugen.

Der Trend: Es gibt kein Modediktat. Erlaubt ist, was gefällt. Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit gilt es für die Branche, die gebremste Kauflust der Kunden wieder anzukurbeln. Dazu bringt sie Farbe ins Spiel; Fröhlichkeit und Optimismus werden signalisiert.

Der modebewusste Mann bekennt sich in der nächsten Saison dazu. Vor allem die Hemden darf er in seinem Kleiderschrank auf den Prüfstand stellen. Dschungel- und Batikmuster ersetzen sterile einfarbige Modelle. Statt zur Krawatte greift Mann zu Schals oder Tüchern. Weg von der Uniformierung, hin zu mehr Individualität und Freiheit, ist die Devise. Neu für ihn sind Verzierungen in Form von Bordüren und Stickereien. Absolut in für den, der es sich leisten kann: Latin-Lover-Hemden weit aufgeknöpft tragen. Kapuzen- oder Muskelshirts wird ein Comeback vorausgesagt. Die 70er und 80er Jahre feiern eine fröhliche Wiedergeburt. Denn auch Latzhosen, Overalls und natürlich der Evergreen Jeans sind voll im Trend.

Ebenfalls ein Muss für die Männerwelt: lässige Leinenanzüge, möglichst in Weiß oder in Naturtönen. Miami Vice lässt grüßen. Diese können sportlich kombiniert werden mit Polo-Hemden, Pullundern oder den traditionellen Pullovern mit Rautenmuster. Wieder neu entdeckt:

der gute alte Nadelstreifenanzug, leger getragen mit offenem Hemd. Bei Erd- und Naturtönen sowie der Farbe weiß immer dabei: ein Rot- Tupfer auch für ihn. Janker, Trenchcoats und kurze Mantelformen runden das Bild der Männerwelt auf den Straßen künftig ab.

Sommerfrische soll auch die Frau an seiner Seite versprühen, die mit Vorliebe weiße und helle Töne kombiniert. Rot-Orange- Kombinationen mit etwas Braun sind eine Frage des Mutes. Doch dieser Mix wurde auch in den 60er und 70er Jahren schon gesichtet. Die Damenwelt bevorzugt in den warmen Monaten fließende Stoffe bei Schlaghosen oder lässt den Volantrock verspielt wippen. Die Rocklängen variieren - von Mini bis knöchellang. Wieder voll im Trend: Tuniken und Shirtkleider. Wer es lieber etwas rustikaler mag, ist mit Folklore oder voluminösen Bauernblusen gut beraten. Lederoptik und Jeans sorgen für den sportlichen Kontrast zu rauschenden Kleidern und Röcken.

Das A und O der neuen Mode sind in der kommenden Saison einmal mehr die Accessoires: Gürtel für die Wespentaille oder lässig auf den Hüften schwingend sind nicht wegzudenken. Und welcher Frau diese Auswahl noch nicht reicht: In ist auch, das Hemd aus seinem Kleiderschrank zu stibitzen und es mit einer hautengen Hose zu kombinieren.

Parallel zur Oberbekleidung zeigt die CPD body-beach die aktuellen Trends bei Dessous, Badebekleidung und Nachtwäsche für sie und ihn.

Von Andrea Grüten, dpa

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