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stern Modecheck: Dieser Filter ist ein Must-have beim Brillenkauf – auch für Menschen ohne Sehschwäche

Die Brille ist mittlerweile mehr als ein Mode-Accessoire geworden. Sie kann sogar vor dem schädlichen blauen Licht von Smartphones oder PC-Bildschirmen schützen. 

Frau mit Brille tippt auf einem Laptop

Blaufilter-Brillen sollen die Augen vor schädlichem Licht schützen

Unsplash

Wenn man den ganzen Tag vor dem PC sitzt oder viel aufs Smartphone schaut, sind die Augen nach einiger Zeit träge. Sie können tränen, brennen oder es fällt immer schwerer, aufs Display zu blicken. Experten sprechen vom "Office-Eye-Syndrom", wenn von trockenen und geröteten Augen die Rede ist. Die Überbeanspruchung der Augen kann weiter zu Ermüdungserscheinungen, Kopfschmerzen und Lichtempfindlichkeit führen. Genau davor kann man sich aber schützen: mit einer Blaufilter-Brille. Den Filter kann man schon bei einigen Anbietern günstig dazubuchen. Vor dem Kauf einer neuen Brille sollte man sich also unbedingt über diese Option informieren.

Ein Blaufilter ist im Grunde eine Brillenglas-Veredelung, die die Augen vor dem sichtbaren, hochenergetischen blauen Licht (sogenanntes high energy visible light, auch HEV-Licht) schützt, das etwa von Smartphone-, PC- und TV-Bildschirmen ausgesendet wird. "Energiereiches blaues Licht täuscht dem Körper vor, dass es helllichter Tag ist und verändert somit den Hormonhaushalt. Müdigkeit wird unterdrückt und der Biorhythmus gerät aus dem Gleichgewicht. Es gibt ebenfalls Meinungen, die besagen, dass das blaue Licht Sehzellen zerstören bzw. beeinflussen kann. Dazu gibt es jedoch noch keine wissenschaftlich fundierten Langzeitstudien", erklärt Optikerin Stefanie Müller von Mister Spex.

Blaufilter-Brille für jeden empfehlenswert

Generell ist eine Blaufilter-Brille für jeden empfehlenswert, der im Job und Alltag viel Zeit vor diversen Bildschirmen verbringt, etwa im Büro oder auch als Influencer vor dem Smartphone. Der Blaufilter kann als Zusatzoption bei einigen Anbietern online oder auch vor Ort dazugebucht werden. Es gibt einen minimalen Unterschied zu den herkömmlichen Brillengläsern: Hält man sie vor eine weiße Wand, erkennt man den Blaufilter als eine leichte Tönung. Die Kosten für einen Blaufilter liegen meist bei etwa 30 bis maximal 50 Euro (z.B. online bei Mister Spex, Apollo oder Fielmann).

Ein Blaufilter hat für den Brillenträger keinen Nachteil

Ein Blaufilter hat für den Brillenträger keinen Nachteil

Blaufilter funktioniert auch mit Fensterglas-Brillen

Der Blaufilter ist auf jeden Fall für alle Brillenträger empfehlenswert. Aber auch Menschen ohne Sehschwäche können ihre Augen mit ihrer Hilfe schützen: Sie buchen diese Option einfach zu einer Brille mit Fensterglas hinzu. So haben sie nicht nur ein cooles Accessoire, sondern es erfüllt auch einen Zweck. Die Augen sind länger leistungsfähig. Auch abends, wenn man noch aufs Smartphone schaut, lohnt sich die Brille. Denn durch sie wird dem Körper nicht mehr signalisiert, dass Tageslicht ins Auge strahlt und so kommt er besser und schneller zur Ruhe. Aber Achtung: Durch die Auswahl eines Blaufilters ist es nicht mehr möglich, eine Tönung zu buchen. 

Zusätzlicher Tipp: Sie sollten sich über die Möglichkeit einer sogenannten Arbeitsplatzbrille informieren. Die Kosten hierfür können nämlich vom Arbeitgeber übernommen werden.

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Quellen: Mister Spex / Fielmann

maf
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