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New York Fashion Week: Tuba und Tarnfarben

Auf der New Yorker Modewoche zeigen internationale Designer ihre neuesten Ideen. Passend zur Jahreszeit reicht die Bandbreite von urbanem Schick bis zu karnevaleskem Rokoko.

Mit viel Spektakel, Glanz und Glamour hat am Wochenende die New Yorker Modewoche begonnen, auf der internationale Top-Designer ihre Ideen für die kommende Herbst- und Wintersaison präsentieren. First Lady Laura Bush, gekleidet in eine dunkelrote Samtjacke, besuchte zum Auftakt am Freitag ein Benefiz-Event. Sie beklatsche im New Yorker Bryant Park, wo die Schauen laufen, die roten Abendkleider von Modemachern wie Vera Wang, Calvin Klein und Tommy Hilfiger. Sängerin Sheryl Crow, Supermodel Christie Brinkley und Präsidenten-Nichte Lauren Bush zeigten die Entwürfe.

Für Spannung auf den Laufstegen und im Zuschauerraum sorgte auch das Finale der Reality-Show "Project Runway" mit Moderatorin und Supermodel Heidi Klum, das vom US-Fernsehsender Bravo TV live übertragen wurde. Vier Nachwuchs-Designer präsentierten ihre Entwürfe, der Gewinner kann 100.000 Dollar als Startgeld für eine eigene Kollektion mit nach Hause nehmen.

Nicht vergessen wurden neben den Sonder-Veranstaltungen die Designs selbst. Kenneth Cole, Perry Ellis und John Bartlett gaben die Farbpalette für die kommende Herbst- und Wintersaison vor: Petrolgrün, pflaumenfarben und rostrot sollen nach ihren Vorstellungen dominieren. Sie kleideten ihre Models in raue, wärmende Materialien wie Kord- und Strickstoffe ein. Kenneth Coles Kollektion baute dabei auf lässigen urbanen Schick, wie mit dem Nylon-Parka für Herren, den er mit einem dreiteiligen Anzug kombinierte. Für die Damen fand er kuschelige Pullover mit Schal-Kragen angemessen, aber auch drapierte Blusen mit tiefem V-Ausschnitt.

Französisches Rokoko

Der brasilianische Designer Alexandre Herchcovitch ließ sich am Samstag vom französischen Rokoko inspirieren. Dafür überlud er seine Entwürfe mit bunten Haarbändern, taillierten Mänteln mit weit schwingenden Rockschößen und kecken Hütchen, die tief in die Stirn getragen wurden. Um den karnevalistischen Effekt noch zu verstärken, schickte er die Models jeweils mit einem Musiker ganz unterschiedlichen Stils auf den Laufsteg. Und so vermischten sich die Töne von Akkordeon, Banjo, Gitarre oder Tuba zu einem überladenen Konzert.

Mit Spannung erwarten Medien und Mode-Fans nun die erste große Show von Superstar Jennifer Lopez. Ihr neue Kollektion "Sweetface" beendet am Freitag die Modewoche. Im Gegensatz zu dem eher sportlichen Label "J.Lo bei Jennifer Lopez", das bereits auf dem Markt ist, spricht "Sweetface" eher die luxuriöse Seite ihrer Kunden an, verriet ihr Geschäftspartner Andy Hilfiger, Bruder des US-Modezaren Tommy Hilfiger, dem Modeblatt "The Daily". Als Hintergundmusik zu der Schau debütiert gleichzeitig Jennifer Lopez neues Album "Rebirth", das erst zwei Wochen später in die Plattenläden kommt.

DPA / DPA