Pariser Prêt-á-Porter Dries van Noten lässt Paris wieder träumen


Nach der schlichten Eleganz von Karl Lagerfeld inspirierte der belgische Designer Dries van Noten das Publikum der Pariser Prêt-á-Porter-Schauen mit einem opulenten Defilee zum Träumen.

Mit einer filmreifen Inszenierung hat der Antwerpener Stardesigner Dries van Noten am Mittwochabend bei den Pariser Prêt-á-Porter-Schauen seine 50. Modenschau gefeiert. 500 Gäste saßen in einer Fabrikhalle an einer einzigen langen Tafel, bedient von einer großen Truppe von Kellnern. Dann hoben sich die Kronleuchter, der Tisch wurde zum Laufsteg. Es folgte ein Aufmarsch gelungener Entwürfe, wie ihn die Modeszene lange nicht gesehen hat. Traumhaft schöne Stoffe mit Blütenmustern waren zu sehen. Es gab weite mehrlagige Röcke, strahlend weiße Bauernblusen, lang fließende Kleider, Kosaken-Jacken oder bestickte Mäntel.

Van Noten hatte sich für diese Schau seiner Damenkollektion für Frühjahr/Sommer 2005 von der Folklore slawischer Länder inspirieren lassen. Er gilt als Meister einer poetischen, multikulturell geprägten Mode. Seine erste Schau zeigte der Belgier 1981 bei der Herrenmodenmesse in Paris. Van Noten war damit einer der ersten international erfolgreichen Designer aus Antwerpen.

Weiße Bauernblusen mit weiten Ärmeln gab es auch bei der spanischen Luxusmarke Loewe. Kombiniert zu Shorts in einem Pistazienton oder Fransenjacken mit glitzernder Borte ergeben sie einen heiteren Frühjahrslook. Wichtig dazu: Große lässige Taschen und handschuhweiche Velourslederstiefel in Beige.

Mode im Stil der 70er

Die Designerin Véronique Branquinho setzte ebenfalls auf Lässigkeit. Ihre Entwürfe mit überlangen Strickpullovern, Fransenponcho und schwingenden Lagenröcken erinnern an die 70er Jahre. Die Farben: leuchtendes Türkis, Schokoladenbraun, Weiß und Schwarz.

Gwyneth Paltrow besucht Stella McCartney

Hollywood-Star Gwyneth Paltrow zeigte sich in Paris wieder als Stil-Ikone. Bei der Prêt-á-Porter-Schau ihrer Freundin Stella McCartney saß sie am Donnerstag in der ersten Reihe. Mit offenem Blondhaar, hochhackigen Stiefeln, Jäckchen und halblangen Hosen passte sie perfekt zu der frischen, heiteren Mode der britischen Designerin und Beatles-Tochter McCartney. Neben ihr besuchten auch Salman Rushdies Frau Padma sowie die Fotografin Nan Goldin die Schau. Paris bekommt damit ein bisschen Glamour: Große internationale Stars sind anders als bei den New Yorker Schauen selten und hochbegehrt. Und gerade Paltrow steht ganz oben auf der so genannten A-Liste. Mit ihrer Modelfigur eignet sie sich perfekt als Trendsetterin.

DPA / AP AP DPA

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