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Stilkritik US-Wahl: Der Kandidaten neue Kleider

Adrett sollen sie aussehen, modern und gepflegt, aber bloß nicht zu modisch. Bei der Kleiderwahl müssen die Kandidaten für das US-Präsidentenamt so manche Modefalle umgehen – doch ein Anwärter tappte schon hinein.

Von Claudia Pientka

Bevor sich Angela Merkel 2005 zur Kanzlerwahl stellte, war sie ein Mädchen aus der Uckermark mit wadenlangen Wollröcken, wallenden Strickjacken und schlecht geschnittener Prinz-Eisenherz-Frisur. "Also nein, man kann doch niemanden wählen, der so aussieht", lästerte so mancher Frauenstammtisch. Die Unkenrufe erreichten Berlin gerade noch rechtzeitig vor der Wahlkampfphase, und Merkel begriff: Kleider machen Leute. Statt in XL-Pullunder schlüpfte sie fortan in Anna-Von-Griesheim-Jacketts, ließ Promicoiffeur Udo Walz an ihre Matte und eine Visagistin an ihre Augenringe. Und, schwuppdiwupp, ward eine ansehnliche Staatsdienerin geboren.

Es mag oberflächlich sein, ist aber Alltag: Wähler achten auf das Aussehen von Politikern. Nicht zu modisch sollen Kleidung und Frisur sein, gleichzeitig jedoch modern, attraktiv und gepflegt – und bloß nicht altmodisch. Männer haben es leichter als Frauen, denn sie tragen eine Uniform: marineblauer Anzug, weißes Hemd, rote Krawatte. Frauen haben zwar mehr Auswahl bei der Garderobe, das birgt aber auch mehr Fallen. Der Politikerin größte Herausforderung? Weiblichkeit und zugleich Führungsfähigkeit zu vermitteln. Niemand kennt dieses Problem derzeit besser als Hillary Clinton.

Grasgrün ins Weiße Haus

Auf einem der ältesten Fotos von Hillary und Bill Clinton sieht man sie 1970 in die Kamera grinsend, die Spaghettihaare zum Mittelscheitel geteilt, die Nase von einer getönten Riesenbrille beschwert, neben sich einen bärtigen Bill. Hillary wirkt darauf so modisch versiert wie Merkel vor der Wende. Aussetzer wie diese kann sich die aussichtsreiche Präsidentschaftskandidatin der Demokraten heute nicht mehr leisten. "Achten Sie auf Ihre Frisur, denn jeder andere wird es auch tun", riet Clinton schon 2001 den Absolventinnen der Yale-Universität. Sie hat verstanden: Zu einer Zeit, wo jedes Augenzwinkern analysiert, jede Geste erklärt und eine vermeintlichen Heulattacke ein Heer von Politikjournalisten zu Sterndeutern macht, könnte das Outfit zum Zünglein an der Waage werden.

So wie Clinton ihr politisches Programm immer klarer formulierte, legte sie sich auch auf eine äußere Erscheinung fest: Hosenanzüge. Ihren ersten Wahlkampf 2000 für das New Yorker Senatorenamt führte sie noch weitgehend in schwarzen und dunklen Tönen. Doch als Präsidentschaftskandidatin zieht sie mit Knallfarben die Blicke auf sich: Granatapfelrot, pfauenblau, buttergelb und grasgrün leuchten nun ihre Zweiteiler. Damit sticht sie auf jedem Foto, in jeder Debatte heraus zwischen der blauen Anzug-Armada ihrer männlichen Kollegen. Die Zweiteiler sind schlicht genug, um sie nicht wie ein Modepüppchen wirken zu lassen, und geben ihr gleichzeitig die Möglichkeit, einem Stil treu zu bleiben. Abgrenzung von den anderen, Treue zu sich selbst, symbolisiert durch einen simplen Hosenanzug.

Einer von euch

Doch auch Clintons männliche Mitbewerber schlüpfen morgens nicht zufällig in den nächstbesten sauberen Anzug. So schaffte es Barack Obama nicht nur auf die Titelseiten der Lifestylemagazine "GQ" und "Vibe", sondern wurde vom US-Magazin "Esquire" auch auf die Liste der bestangezogenen Männer gesetzt. Kein Wunder, immerhin tritt der 46-Jährige fast ausschließlich in maßgeschneiderten Anzügen auf. Ein kluger Schachzug für einen Präsidentschaftskandidaten, der die Kritik abwehren muss, er sei zu jung und unerfahren für das höchste Amt im Land. Obama kennt die Moderegeln, und wenn er sie bricht, dann bewusst: In Jon Stewarts "Daily Show" kam er lässig im Anzug ohne Krawatte, bei David Letterman erschien er im schwarzen statt blauen Standardanzug. "Ein unglaublicher Anzug", kommentierte Letterman, "sehr wählbar." Das Angebot des "Vibe"-Magazins, in Hip-Hop-Klamotten zu posieren, lehnte Obama hingegen ab. Wozu auch? Er braucht keine Street-Credibility für farbige Wähler, sondern die Unterstützung des weißen Westens.

John Edwards hingegen wurde seine Eitelkeit bereits zum Verhängnis: Es war schon schlimm genug, dass er dabei gefilmt wurde, wie er sich wegen seiner schlecht sitzenden Frisur aufregte. Aber dann wurde auch noch bekannt, dass er 400 Dollar für einen Haarschnitt ausgegeben hatte – und das gleich zweimal. Keine gute Werbung für einen Mann, der sich als "Anwalt der Armen" begreift. Diesen Kratzer am Image versuchte Edwards zu polieren, indem er so volksnah wie möglich auftrat: Auf dem Titel der "Men's Vogue" posierte er im Juni 2007 in Jeans und mit hochgekrempelten Hemdsärmeln. Den Auftritt ohne Jackett hat er inzwischen perfektioniert – und unterscheidet sich damit zumindest rein äußerlich von seinen Mitwerbern.

Und auch die Republikaner sind vor Kleidersorgen nicht gefeit: Als der ehemalige Senator und Schauspieler Fred Thompson gleich zu Beginn seiner Kandidatur in italienischen Designer-Slippern – angeblich Gucci oder Ferragamo – über einen Viehmarkt in Iowa schlenderte, musste er Hohn und Spott einstecken. Der modische Fehltritt hing ihm nach und war einer von vielen Gründen, weshalb Thompson schließlich aufgab. Die Garderobe von Arizonas Senator JohnMcCain schien zu Beginn seiner Kampagne ebenso unentschlossen wie seine Botschaft. Von dunklen Anzügen wechselte er unvermittelt zu formlosen Sweatshirts. Nicht weiter dramatisch, doch als er dann ein weißes T-Shirt unter einem Pullover mit V-Ausschnitt trug, debattierte sein Wahlkampfteam darüber, ob dieses Outfit nicht zu "metrosexuell" sei, so der Internetdienst "RadarOnline.com". Und Mitt Romney, ehemaliger Gouverneur von Massachusetts, kritisierte seinen Kollegen Edwards erst öffentlich für dessen überteuerten Haarschnitt – und musste sich dann selbst dafür rechtfertigen, 300 Dollar für das Make-up vor einer Debatte ausgegeben zu haben.

Aussehen und Outfit mögen den Wählern zwar wichtig sein, aber nicht so sehr, dass sie etwas über die Kosten und Mühen der perfekten Erscheinung wissen möchten. Und schon gar nicht wollen sie hören, dass Politiker Gedanken an Anzüge verschwenden, wo sie doch die Probleme der Welt lösen sollen. Hillary Clinton will mit ihren Jacketts zwar auffallen, gleichzeitig muss sie aber darauf achten, dass die Kleider ihre eigenen Themen nicht in den Hintergrund drängen. In einem Kommentar für die Modezeitschrift "Harper's Bazaar" fasste es die Politik-Bloggerin Arianna Huffington treffend zusammen: "Wir wollen zwar das Steak – aber übers Schlachthaus möchten wir nichts hören."

Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.
Füllhorn Rente 63 ?
Wer 2018 NEU in den Ruhestand ging a) und die „abschlagsfreie Rente 63“ mit mindestens 45 Versicherungsjahren kassierte, erhielt im Schnitt 1265 Euro monatlich, 1429 Euro (als Mann) bzw. 1096 Euro (als Frau) RENTE. b) und wer die „normale“ Altersrente kassierte, erhielt monatlich im Schnitt 950 Euro, 1080 € (als Mann) bzw. 742 Euro (als Frau) RENTE. Nach Adam Riese bedeutet das, das erst Zeiten ab dem 18. LJ für die Rentenversicherung gewertet werden, dass männliche Nicht-Akademiker über 45 Arbeitsjahre hinweg mehr als 25 Euro monatlich pro Stunde verdient haben müssten. sprich: ab 1973 ! (zu DM-Zeiten 50 DM Stundenverdienst ! ... als Nicht-Akademiker ??) Meine Erfahrung ist, dass man mit 18 zur Armee musste und das anschließende Studium frühestens im 25 LJ beenden konnte -- also in 1981 ! (25 + 45 = 70. LJ mit Altersrente ohne Abzüge). Ergebnis: erst in 2026 könnten vergleichbare Akamdemiker (nach 45 Vers.Jahren) in VOLLE Rente gehen. PS: Nach Rechnung der „Die Linke“ bräuchte man über 37 Jahre hinweg einen Stundenverdienst von mind. 14,50 Euro (29 DM), um NICHT auf die „Grundsicherung für Altersrentner“ angewiesen zu sein; also den statistischen Wert von 800 Euro mtl. Rentenbezug zu überschreiten. Wer erkennt den Zaubertrick der „abschlagsfreien Rente 63“ ? Wer kennt den Zaubertrick, in weniger Zeit, mit weniger Ausbildung, maximale Top-Renten-Ergebnisse zu erzielen ? (welches nicht einmal die gierigsten Börsenbanker und Versicherungsmakler in einer Demokratie für realisierbar hielten) ?
  • Claudia Pientka