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Kleider, die Geschichte machten Dank Audrey Hepburn: So wurde das kleine Schwarze zum Modeklassiker

Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany"
Audrey Hepburn machte das kleine Schwarze im Film "Frühstück bei Tiffany" zum absoluten Mode-Must-have
© United Archives / Picture Alliance
Der Film "Frühstück bei Tiffany" ist ein echter Klassiker – genauso aber das kleine Schwarze, das in dem Streifen durch Audrey Hepburn legendär wurde. Dahinter steckt aber noch mehr.

Als Holly Golightly bleibt Audrey Hepburn in "Frühstück bei Tiffany" unvergessen. Vor allem ein Moment wird in Erinnerung bleiben: als sie sich von einem verkaterten Mädchen im Pyjama in eine elegante Dame verwandelt. Dabei streift sie nur ein schwarzes Kleid über, setzt sich einen ausladenden Hut auf und behängt sich mit Perlenschmuck. Dass es mehr nicht braucht, um einen atemberaubenden Auftritt hinzulegen, wird in der Szene besonders deutlich. "Wie sehe ich aus?", fragt sie daraufhin ihren Nachbarn. Dessen Antwort braucht es gar nicht, denn die Filmfigur weiß es selbst: Sie sieht umwerfend aus.

Hepburns Auftritt in "Frühstück bei Tiffany" machte das kleine Schwarze zum modischen Inbegriff für Stil und Eleganz. Sie zeigte, dass es nicht viel braucht, um einen tollen Auftritt hinzulegen – und dass ein eigentlich schlichtes Kleid wirklich vielfältig sein kann. Mit wenigen Accessoires wird es zum echten Hingucker. 

Audrey Hepburn trug das kleine Schwarze von Givenchy

Das kleine Schwarze aus dem Film wurde von Hubert de Givenchy entworfen und Audrey Hepburn auf den Leib geschneidert. Die handwerkliche Perfektion kombiniert mit dem Charme der Schauspielerin hauchten dem bis dato etwas in Verruf gekommenen little black dress Leben und Charisma ein. Bei einer Auktion von Christie's wurde es 2006 übrigens für umgerechnet über 600.000 Euro versteigert. 

Zwar gilt Hepburns Auftritt in dem ikonischen Kleid als Durchbruch des kleinen Schwarzen. Allerdings gibt es immer wieder Zweifel daran, wer es wirklich erfunden hat. Auch Coco Chanel bezeichnete sich ihrer Zeit als Urheberin des Modeklassikers. Allerdings haftete dem kleinen Schwarzen bis 1961 noch immer ein etwas verruchter Ruf an. Der Hintergrund: Trugen Frauen früher ein schwarzes Kleid, zeigten sie damit, dass sie um ihren Ehemann trauerten, insbesondere nach dem Ersten Weltkrieg. Die Farbe Schwarz suggerierte damit auch, dass die Trägerin eines solchen Kleides schon einmal verheiratet gewesen war, ihre Unschuld verloren und bereits sexuelle Erfahrungen gesammelt hatte. Durch Audrey Hepburn und Givenchy verlor das kleine Schwarze diesen Ruf. Es wurde salonfähig, zum Inbegriff des eleganten Looks – und ist bis heute ein modisches Must-have.

maf

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