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Nachhaltiger Trend Veganer Nagellack erobert den Beauty-Markt: Darauf sollten Sie achten

Veganer Nagellack liegt im Trend
Veganer Nagellack wird immer beliebter, doch wie erkennt man diesen überhaupt?
© Persians / Getty Images
Wussten Sie, dass gewöhnlicher Nagellack tierische Inhaltsstoffe enthält? Hinzukommt, dass in den meisten Produkten Chemikalien stecken, die nicht wirklich gesund sind. Vegane Alternativen hingegen verzichten weitestgehend auf potenziell schädliche Stoffe, doch auch hier gibt es gravierende Unterschiede.

Inhaltsverzeichnis

Konventioneller Nagellack enthält oftmals bedenkliche Inhaltsstoffe wie Lösungsmittel (Formaldehyd), Kunstharze (Polymere), Konservierungsstoffe (Parabene), Weichmacher (Phthalate), Mikroplastik und trierische Bestandteile (Keratin, Karmin, Guanin). Sie sorgen für eine bessere Deckkraft und längere Haltbarkeit. Veganer Nagellack wiederum verzichtet zwar komplett auf den Gebrauch tierischer Inhaltsstoffe, trotzdem finden sich auch in diesen Produkten bestimmte Chemikalien wieder. Aus diesem Grund wurde das "free"-Konzept ins Leben gerufen, das aussagt, wie viele bedenkliche Stoffe nicht verwendet wurden.

Das "free"-Konzept für vegane Kosmetik

Auch wenn veganer Nagellack keine tierischen Bestandteile enthält, können sich durchaus konventionelle Inhaltsstoffe darin finden. Um diese kenntlich zu machen, nutzen viele Marken eine Kombination aus dem Wort "free" und einer Zahl – diese soll Aufschluss darüber geben, wie viele bedenkliche Stoffe, die in gewöhnlichem Nagellack am häufigsten vorkommen, nicht verwendet wurden. Welche das im Detail sind, können Sie mit einem Blick auf das Etikett selbst herausfinden, da es hier keine einheitliche Regelung für alle Hersteller gibt. In der Regel steht der Verweis jedoch für den Verzicht folgender Inhaltsstoffe:

  • 3-free: enthält keine Dibutyl Phtalate, Formaldehyd oder Toluol
  • 5-free: enthält keinen Kampfer, Kolophonium oder Formaldehyd-Harze
  • 7-free: enthält keine tierischen Inhaltsstoffe und ist tierversuchsfrei
  • 10-free: enthält keine Duftstoffe, Parabene und Xylene
  • 15-free: enthält keine Silikone, Ethyltosylamide und Mikroplastik

Veganer Nagellack: Beliebte Marken im Überblick

OZN (22-free)

Diese Marke stellt ihren Nagellack ohne tierische Inhaltsstoffe her – und ist auch tierversuchsfrei. Statt auf die klassische Chemie zu setzen, greift OZN lieber auf biologisch abbaubare Alternativen zurück. Und da Qualität bekanntermaßen auch ihren Preis hat, ist der vegane Nagellack nicht gerade günstig.

Kester Black (10-free)

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2012 wurde das Label in Australien gegründet: Kester Black produziert ebenfalls tierversuchsfreien und (durch wiederverwertbare Materialien) umweltfreundlichen Nagellack, der zudem auch noch vegan ist. Das Sortiment umfasst eine große Farbpalette, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Nailberry (12-free)

Laut Hersteller ist der vegane Nagellack stark pigmentiert, superglänzend und schnell trocknend. Durch den integrierten UV-Filter sollen die veganen Farben von Nailberry vor dem Ausbleichen geschützt werden. Und natürlich wurden auch hier keine Tierversuche gemacht – erkennbar an dem Hinweis "Cruelty Free".

Kia-Charlotta (14-free)

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Die deutsche Marke Kia-Charlotta setzt ebenfalls auf veganen Nagellack, der schadstoff- und tierversuchsfrei ist. Um die Produktion so nachhaltig wie möglich zu halten, werden in jeder Saison nur 15 neue Farben entwickelt – zudem sind die Produkte limitiert und werden aus nachhaltigen Materialien hergestellt. 

Gitti 

Im Gegensatz zu den anderen Marken werden die Nagellacke von Gitti auf Wasserbasis hergestellt und in nachhaltige Verpackungen abgefüllt. Bekannt wurde das Berliner Label unter anderem durch einen Auftritt der Gründerin Jennifer Baum-Minkus in der TV-Sendung "Die Höhle der Löwen".

Inhaltsstoffe verstehen: Das steckt dahinter

Wie bereits zu Anfang erwähnt, kann ein Blick auf die Inhaltsstoffe Aufschluss darüber geben, ob ein Nagellack wirklich vegan und tierversuchsfrei ist. Zu den wichtigsten Ingredienzien, die nicht auf dem Etikett vorkommen sollten, sind Begriffe wie Karmin und Guanin. Erstgenanntes ist ein rotes Farbpigment, das aus Schildläusen gewonnen wird – auf Nagellack meist als Cochenille oder "CI 75470" vermerkt. Das Zweite wiederum stammt aus Fischschuppen und ist ein Schimmerpigment. Das vegane Pendant dazu nennt sich Mica oder auch "CI 77019". Weiter sollte Keratin nicht aufgelistet sein, da es aus tierischen Haaren, Hörnern und Hufen stammt. Und zu guter Letzt ist auch der Hinweis "Cruelty Free" oder "Leaping Bunny" wichtig, da er für tierversuchsfreie Kosmetik steht, denn auch veganer Nagellack kann an Tieren getestet worden sein.

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ast

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