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Komplizierte Welt: Hilfe, mein Account wurde gehackt – vier Tipps für mehr Sicherheit im Netz

Wir alle surfen täglich im Netz. Da gerät die Sicherheit unserer Daten schnell mal in den Hintergrund. Und plötzlich haben wir dann den Salat: ein gehackter Account und jede Menge Spam-Mails. NEON erklärt, wie sicheres Surfen wirklich geht.

Christoph Koch

Frau sitzt an Laptop

Surfen im Netz kann schnell nach hinten losgehen. Wir erklären, wie du es richtig machst (Symbolbild)

Getty Images

1. Wie bewege ich mich sicher durchs Netz?

Zuerst besorgst du dir einen Passwort-Manager, ich warte solange hier. Nicht so sehr für kilometerlange P4§$wörT3r (wobei Länge nicht schadet), sondern vor allem, um für jeden Account ein anderes zu verwenden. Denn dauernd wird irgendein Onlinedienst gehackt – und wenn dein Passwort dort dann dasselbe ist wie bei Paypal und sonst überall, wird’s gefährlich. Empfehlenswert: Lastpass oder 1Password.

2. Okay, erledigt. Was noch?

Schau mal in deinen Browser, welche Addons du dort installiert hast (bei Firefox im Menü "Extras", bei Chrome unter "Fenster"). Bei einigen dieser Erweiterungen wurde nachgewiesen, dass sie das Surfverhalten der Nutzer protokollieren und weiterverkaufen. Deinstallier also ruhig, was du nicht unbedingt brauchst. Auch zusätzlich installierte Toolbars (unter der Browser-Adresszeile) von Drittanbietern können in der Regel weg.

3. Der Rechner eines Kumpels wurde neulich gekapert, er sollte Lösegeld zahlen. WTF?

Jeder weiß: Zu Fremden steigt man nicht ins Auto. Genauso gilt: Mailanhänge von Fremden öffnet man nicht. Wenn man sich sogenannte Ransomware eingefangen hat, die den Rechner verschlüsselt und erst gegen Bitcoin-Lösegeld wieder freigibt, merkt man, wie wichtig regelmäßige Backups sind. Im Idealfall einmal auf einer externen Festplatte vor Ort und einmal mit einem Clouddienst wie Backblaze oder Carbonite.

4. Sonst noch Tipps?

Das eigene WLAN unbedingt verschlüsseln. Regelmäßig Betriebssystem und Browser sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem Rechner aktualisieren. Updates nerven, sind aber der beste Schutz gegen Sicherheitslücken.

Dieser Artikel erschien erstmals in der NEON-Ausgabe 11/2017.

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