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Zeichentrick-Kult: "Simpsons"-Macher verraten: Darum sagt die Serie häufig die Zukunft voraus

Die Simpsons haben vorausgesagt, dass Donald Trump Präsident wird und Lady Gaga beim Superbowl-Auftritt durch die Luft fliegt. Jetzt haben die Macher verraten, wie sie immer wieder richtig liegen.

Donald Trum in "Die Simpsons"

Donald Trump in der Folge "Bart to the Future" als Präsident im Jahr 2000

Picture Alliance

Die Ebola-Krise, der Triumph der Smartphones und die Tiger-Attacke auf Siegfried und Roy: Die Macher der Zeichentrick-Serie "Die Simpsons" beweisen regelmäßig hellseherische Fähigkeiten. Und die Zahl ihrer korrekten Vorhersagen ist beachtlich. Sogar das Ende von "Game of Thrones" haben sie vorausgesagt! Aber wie stellen sie das an? Sind das alles nur Zufälle?

In einem Interview mit dem britischen Sender "BBC" haben die Macher nun endlich ihr Geheimnis verraten – und es ist herrlich unspektakulär.

Immer wieder liegen sie richtig

Eine der am meisten beachteten Vorhersagen in den "Simpsons" war die Präsidentschaft von Donald Trump. Schon Jahre vor seiner Wahl wurde er in der Serie mehrmals als Staatschef der USA inszeniert. "Mit Trump, damals 2000, haben wir einfach nur einen witzigen Promi gesucht, den wir zum Präsidenten machen konnten", sagt Autor Al Jean, der seit 1989 Teil der Show ist, gegenüber "BBC". Aber die Auswahl war nicht so abwegig, wie sie auf den ersten Blick scheint. Schon damals sagte Trump, er überlege, für die Präsidentschaft zu kandidieren. 

Regelmäßig bieten die Simpsons auch Verschwörungstheoretiker Stoff für Spekulationen: In der Episode, die einen Tag vor dem 11. September ausgestrahlt wurde, werde der Anschlag auf das World Trade Center vorausgesagt, behaupten einige von ihnen noch heute. "Sie (die Simpsons, d.Red.) kauften einen Stadtführer für New York, auf dessen Cover neun Dollar neben den Twin Towers stand, sodass es aussah wie 9/11 – aber das war totaler Zufall", sagte Jean dazu.

So arbeiten die Macher der "Simpsons"

Deutlich wird also: Die Autoren der Serie interpretieren in die mutmaßlichen Vorhersagen nicht so viel hinein wie einige Fans. Man müsse sich die Arbeit ungefähr wie eine Gruppentherapie-Sitzung vorstellen, erzählt Al Jean: Zehn bis 20 lustige Menschen sitzen in einem Raum und reden über alles, was die Welt bewegt. "Wir sind so eine Art Zukunftsforscher, wir schreiben immer zehn Monate voraus – wir versuchen einfach zu raten, was passieren wird", erklärte Stephanie Gillis, auch Autorin der "Simpsons" gegenüber "BBC".

So simpel ist es also? "Wenn du genug Vorhersagen machst, stellen sich 10 Prozent als wahr heraus", so Jean. Und an Output fehlt es den Autoren nicht. Bisher entstanden in 30 Staffeln mehr als 600 Episoden. 

Quelle: "BBC"

ivy