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Interview

Vor 12 Jahren in den Charts: "Wo bist du mein Sonnenlicht?": Was machen die Jungs von Grup Tekkan eigentlich heute?

Es war DER Ohrwurm 2006. Mit "Wo bist du mein Sonnenlicht?" landeten Grup Tekkan aus Germersheim aus Versehen einen Mega-Hit. Zwölf Jahre später gibt es sie immer noch – und sie planen ein großes Comeback.

Grup Tekkan landeten 2006 mit "Wo bist du mein Sonnenlicht" überraschend einen Hit: Fatih, Ismail und Selcuk (v.l.)

Grup Tekkan landeten 2006 mit "Wo bist du mein Sonnenlicht" überraschend einen Hit: Fatih, Ismail und Selcuk (v.l.)

Picture Alliance

"Isch vermisse deinem Aten, der misch zart berührt und mein Herz verführt" – wer diese Zeilen nicht kennt, den wird dieser Artikel wahrscheinlich nicht weiter interessieren. Wer allerdings wie ich auch zwölf Jahre nach Erscheinen von "Wo bist du mein Sonnenlicht?" immer noch SOFORT einen Ohrwurm bekommt, wenn das Lied angemacht wird, sollte jetzt die Ohren spitzen. 

2006 erscheinen aus dem Nichts drei junge Männer aus Germersheim auf dem Radar der deutschen Musiklandschaft. Ihr selbst eingesungenes Liebeslied hatte sich wie ein Lauffeuer im Internet verbreitet, landete schließlich sogar auf Stefan Raabs TV-Total-Tisch. Es folgten Auftritte und viele, viele Interviews. Grup Tekkan lösten sich nicht lange nach Erscheinen der Single auf. Doch trotz größtenteils recht vernichtender Kritiken sind die Jungs aus dem Musikgeschehen der 2000er irgendwie nicht mehr wegzudenken. Immerhin verkauft sich "Wo bist du mein Sonnenlicht?" bis heute. Über 20 000 Maxi CDs wurden damals – auch dank Stefan Raab und TV Total – an den Mann gebracht. 152.000 Mal wurde der Song bereits heruntergeladen, circa 450.000 Mal gestreamt.

Aber was machen Ismail, Selcuk und Fatih eigentlich heute? Eine kurze Recherche zur Band ergab: Die Jungs wollen im Sommer 2018 tatsächlich einen neuen Song herausbringen. "Ohne Dich" soll er heißen – der Vorverkauf der neuen Maxi-CD läuft bereits. Grund genug mal bei der Band nachzufragen, was da los ist.

Das machen die Grup-Tekkan-Jungs  heute

NEON: Was war vor zwölf Jahren der Gedanke hinter "Wo bist du mein Sonnenlicht?"

Grup Tekkan: Der Song wurde in einem Projekt im Jugendzentrum aufgenommen. Bis es jemand ins Internet stellte, war dieser Spaß noch ziemlich harmlos. Anschließend wurde es zum Internet-Hit.

Wie ernst war der Song gemeint?

Der Song ist aus Spaß entstanden und beinhaltet viel Entertainment. Der Song war nicht fürs Internet gedacht, sondern für unseren näheren Umkreis.

Kam der Text komplett von euch?

Der Text kommt von uns und teils von Songs of Gastarbeiter, die das Projekt begleitet hatten.

Durch TV Total kam der große Durchbruch. Was ist danach alles passiert?

Wir hatten ja vor TV Total schon den Hype im Internet. Danach haben wir die Single gut vermarktet. Ganz Deutschland feierte den Song. Wir waren sogar Platz 1 bei den Jamba-Klingeltönen (zu dem Zeitpunkt eine wichtige Währung, Anm. d. Red). Wir hatten nach TV Total viele Konzerte. Unser Song ist in der ersten Woche auf Platz 12 der Charts eingestiegen. Wir konnten damals nicht alleine auf die Straße und haben nächtelang in Hotels übernachtet. 

Was macht ihr "im echten Leben"?

Selcuk betreibt mit seinem Bruder eine Textilproduktionsfirma, die ihre Ware in der Türkei produziert und in Deutschland vermarktet. Zudem hat er eine Shisha-Bar in Germersheim. Fatih lebt zeitweise in der Türkei und besitzt eine Cafeteria. Und Ismail ist Angestellter bei einem großen Automobilkonzern.

Grup Tekkan 12 Jahre nach Wo bist du mein Sonnenlicht

Grup Tekkan (fast vollständig) heute: Selcuks Bruder Bünyamin, Selcuk, Ismail und Manager Ferhat (v.l.) 

Ihr wollt nach 12 Jahren einen neuen Song herausbringen. Wie kam es zu der Idee?

Die Nachfrage war sehr groß. Immer wieder kamen Fragen: Was macht Grup Tekkan? Wo ist Grup Tekkan? Wir haben auch viele Anfragen von Plattenfirmen bekommen und da wir ja sozusagen eine Marke sind, wollten wir das nicht in Vergessenheit geraten lassen. Und es freuen sich bestimmt auch viele Fans, dass wir weiter machen. Das sind wir den treuen Fans einfach schuldig.

Geht ihr eigentlich auch mal auf Tour?

Ja, nach unserem ersten Album haben wir das vor. Wir sind schon fleißig im Studio.

Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.