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Dubstep-DJ: Studie zeigt: Musik von Skrillex schützt vor Mückenstichen

Wenn irgendwas im Sommer nervt, dann ja wohl die Mücken, die sich abends anschleichen, um uns das Leben zur Hölle zu machen. Eine Studie will nun bewiesen haben, dass ausgerechnet die Musik von Skrillex gegen die Attacken der Blutsauger helfen soll.

Mücken mögen Skrillex

Mücken mögen Skrillex – und zwar so sehr, dass sie abgelenkt werden und nicht stechen

Picture Alliance

Freut ihr euch auch schon so auf den Sommer? Die Tage werden länger, die Abende wärmer – und gibt es etwas Besseres, als nach der Arbeit mit einem Glas Wein, ein paar Freunden und ein bisschen guter Musik auf dem Balkon zu sitzen? Nein. Eine Sache verdrängen wir allerdings jedes Jahr aufs Neue: Die Tatsache, dass wir da mit ein paar Freunden, einem Glas Wein und etwa ZEHN TRILLIARDEN MÜCKEN sitzen, die nichts Besseres zu tun haben, als uns bis auf den letzten Tropfen Blut auszusaugen und unsere Körper in eine einzige, riesige, wandelnde, juckende Quaddel zu verwandeln.

Doch Wissenschaftler wollen nun herausgefunden haben, wie wir uns vor dem Angriff der nervigsten aller Fliegetiere schützen können: Wir müssen nur, anstelle von ein bisschen sommerlichem Jazz, laut Skrillex hören. 

Klingt absurd? Ist es irgendwie auch. Aber die Studie, die im wissenschaftlichen Journal "Acta Tropica" veröffentlicht wurde, besagt, dass Elektro-Musik, genauer gesagt Dubstep, und noch genauer gesagt die Musik von US-DJ Skrillex, vor Mückenstichen schützen kann.

Mücken, die Skrillex hören, haben weniger Sex

Man habe die Spezies Aedes aegypti – auch Gelbfiebermücke genannt – elektronischer Musik, ausgesetzt, um herauszufinden, ob sie als Abwehrmittel tauglich sei. Spezifisch wählte man hierfür den Track "Scary Monsters and Nice Sprites" vom gleichnamigen Grammy-Gewinner-Album. So seien Geräusche "für viele Tierarten kritisch, wenn es um Reproduktion, Überleben und Artenerhaltung geht". Und auch Insekten würden unterschiedlich auf verschiedene Frequenzen reagieren: "Niedrige Frequenzen begünstigen sexuellen Kontakt, wohingegen Lärm das Signal stört".

Und tatsächlich: Ergebnisse zeigten, dass erwachsene, weibliche Mücken, die mit Musik "bespaßt" wurden, wesentlich später attackierten als jene, die keine Musik auf die Ohren bekamen. Außerdem kopulierten die Musik-Mücken weit weniger. (Ob das bei Marvin Gaye auch so wäre? Oder John Legend?)

Also: Wer im Sommer nicht gestochen werden will, sollte Schlager- und Pop-Festivals meiden und sich stattdessen lieber ordentlich Elektro auf die Ohren geben. Und so ein bisschen rumsende Beats auf dem Balkon haben doch auch noch niemandem geschadet. Gibt es für Skrillex eigentlich Gitarren-Akkorde? Wegen Lagerfeuer und so … naja. Ein bisschen Zeit bleibt ja noch.

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jgs
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