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Mirai Nagasu und Co.: Dramen, Popsongs, nackte Tatsachen: Warum Eiskunstlauf das Beste an Olympia ist

Wie Profi-Tanz, nur ohne orange-farbene Schminke, wie Zirkus-Akrobatik, nur mit schwierigeren Bedingungen: Das Beste an den olympischen Winterspielen ist der Eiskunstlauf. Einschalten lohnt sich immer – und zwar dieses Jahr besonders.

Geschafft! Mirai Nagasu jubelt nach ihrem gestandenen dreifachen Axel.

Geschafft! Mirai Nagasu jubelt nach ihrem gestandenen dreifachen Axel.

Picture Alliance

Es war 1994 und über den TV-Bildschirm flimmerten die Olympischen Winterspiele in Lillehammer. Eigentlich guckte ich Eiskunstlauf wegen der verrückten Sprünge und tollen Choreografien – doch damals stand vor allem eine Sportlerin im Fokus: Die Amerikanerin Tonya Harding hatte ihre Teilnahme eingeklagt, weil ihr noch nicht nachgewiesen worden war, dass sie ihre Konkurrentin Nancy Kerrigan zuvor eiskalt ausschalten ließ. Ein von ihr engagierter Mann hatte Kerrigan während eines Wettbewerbs mit einer Eisenstange (!) das Knie zertrümmert. Ich war fasziniert: Diese Brutalität! Der unglaubliche Ehrgeiz! Die Geschichte verlieh dem Spektakel eine Fallhöhe, die Olympia vorher nicht kannte.

Das ganze Drama ist in den USA gerade mit Margot Robbie in der Hauptrolle verfilmt worden, "I, Tonya" ist für drei Oscars nominiert. Und auch wenn es heute keine vergleichbare Rivalitäts-Geschichte gibt, lohnt es sich noch immer, zum Eiskunstlauf einzuschalten.

Akrobatik plus Beyoncé? Ich bin sowas von dabei!

Dieses Jahr macht eine neue Regel Olympia sogar noch besser: Die Eiskunstläufer dürfen jetzt auch zu Musik mit Text auftreten. Das bedeutet, dass wir neben den klassischen Instrumental-Stücken auch Songs aus den Charts zu hören bekommen. Aus den Choreografien werden quasi kleine Playback-Shows.

Die Französin Maé-Bérénice Méité sprang zum Beispiel zu Beyoncés "Run the World" übers Eis:

Gleich mehrere Eiskunstläufer suchten sich den Sommerhit "Despacito" aus:

Die Kanadier Scott Moir und Tessa Virtue sangen Hits von den Rolling Stones oder Santana mit. Und zeigten nebenbei spektakuläre Sprünge:

Apropos spektakulär: Das Schöne am Eiskunstlauf ist die Mischung aus Tanz und Akrobatik. Manche Figuren sind so beeindruckend, dass sie fast unmenschlich wirken. Am Wochenende schaffte die Amerikanerin Mirai Nagasu zum Beispiel einen dreifachen Axel. Dieser Sprung, bei dem man sich viereinhalb Mal um die eigene Achse dreht, gelang vor ihr erst zwei anderen Frauen überhaupt bei den Olympischen Spielen. Das sieht dann so aus:

Eiskunstlauf bedeut Unterhaltung und im Gegensatz zu anderen Olympia-Sportarten sind die Sportler – man kann fast Künstler sagen – gleich mehrere Minuten am Stück bei der Arbeit zu bewundern. Es ist wie Profi-Tanz – nur ohne die orange-farbene Schminke im Gesicht und mit besseren Kostümen. Die sind oft sexy geschnitten und können zur Herausforderung werden, wie Yura Min und Alexcander Gamelin am Wochenende merkten. Der Teilnehmerin für Südkorea ging das Oberteil fast flöten, weil sich ein Knopf löste. Wie die beiden elegant der Kleiderpanne trotzten, war ein weiteres Highlight:

Dramen, Popsongs, nackte Tatsachen – Eiskunstlauf ist für mich definitiv das Beste an den olympischen Winterspielen!

Cheerleader Nordkoreas bei Olympia
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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