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Neuer Modetrend?: Wie ein "Postillon"-Artikel im Ausland bierernst genommen wurde

Im vergangenen und in diesem Winter sieht man junge Menschen stets in engen Jeans, die knapp über den Knöcheln enden. Darunter: nackte Köchel, Füße in kurzen Sneakersocken und Turnschuhe. Im Sommer eine super Sache, aber im Winter ganz schön kalt. Für die Satire-Seite "Postillon" ein gefundenes Fressen.

Kleine Schals an den nackten Knöcheln – das soll ein Trend sein?!

Kleine Schals an den nackten Knöcheln – das soll ein Trend sein?!

Der Nackte-Knöchel-Trend ist einfach nicht zu übersehen. Enge 7/8-Jeans und Söckchen, die keiner sieht, sind bei Teens und Twens extrem beliebt – zum Missfallen vieler Eltern, die um deren Gesundheit fürchten. Bei frostigen Temperaturen so das Haus zu verlassen, erscheint ihnen verrückt. Wir taten es natürlich trotzdem.

Niemand ist an Knöchelfrost gestorben, aber trotzdem war es vermutlich nicht der vernünftigste Modetrend, dem wir da begeistert gefolgt sind. Style war schon immer wichtiger als unser Immunsystem – der bissige Satire-Artikel, den der "Postillon" dazu verfasste, traf deshalb einen Punkt. In ihm ist zu lesen, wie der imaginäre 18-jährige Dennis Krupski einen Weg fand, das Tragen von Socken zu vermeiden und trotzdem seine Knöchel vor gefährlichen Frostbeulen zu schützen. Er wickelte sich einfach zwei kleine Schals um das nackte Gelenk. "Nur ein Anfängerfehler sollte dringend vermieden werden: 'Nie nur einen Schal für beide Beine nutzen!', warnt Dennis und zeigt auf eine Narbe an seiner Stirn. 'Das wirkt erstmal wie eine gute Idee. Ist es aber nicht.'"

Jeder kennt diesen "Postillon"-Gag, oder?

Der kleine Text wurde vermutlich 80 Prozent von uns während der letzten Monate in die Timelines der sozialen Medien gespült. Und kichern mussten wohl alle darüber. Auch unsere Eltern, die sonst kaum im Internet unterwegs waren, kannten plötzlich den "Postillon" und zogen uns damit auf.

Man darf aber davon ausgehen, dass hierzulande wirklich jedem klar war, dass es sich bei Dennis Krupski und seinen pinken Mini-Schals um Satire handelt. Einen guten Gag. Oft genug wurde ja gerade der "Postillon" schon missverstanden und fälschlich ernst genommen – aber in diesem Fall haben fast alle den Witz verstanden.

Anders jedoch im Ausland. Dort ist die Satire-Seite nicht so bekannt wie bei deutschsprachigen Lesern. Gerade deshalb sollten Journalisten vorsichtshalber immer nachfragen. Im Impressum des "Postillon" finden sich Ansprechpartner und die E-Mail-Adresse. So viel Aufwand wollten Redaktionen von Italien bis zu den USA aber offenbar nicht betreiben – sie nahmen die Knöchel-Schal-Story für bare Münze und verfassten Meldungen, in denen sie sich entsetzt über diese absurde Fashion-Idee zeigten.

Die US-Website "Country Living" geht gar so weit, explizit Kinderschals für "diese neue Mode" zu empfehlen. "Vergessen Sie nur nicht, dass Sie zwei kaufen müssen", heißt es im entsprechenden Artikel. Dieser bezieht sich wiederum auf eine Meldung aus Mailand (Modehauptstadt, ne?) – ohne das der Verfasser bemerkte, dass "Lercio" ebenfalls eine Satire-Seite ist, fürd die der "Postillon"-Artikel einfach ins Italienische übersetzt wurde. Doh!

Die "Postillon"-Macher hat die internationale Aufmerksamkeit gefreut. Auf Twitter meldeten sie sich zufrieden zu Wort: "Nicht mehr lange und wir haben eine internationale Mode etabliert", heißt es da. Und wer weiß, vielleicht haben sie wirklich recht?

Quellen: "Postillon" / "NOZ" / Twitter

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wt
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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