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Tumblr: "Blanker Horror": Warum du niemals glauben solltest, dass dich im Ausland niemand versteht

Du glaubst, nur weil du in einem anderen Land unterwegs bist, kann dich niemand verstehen? Pus-te-kuchen! Und auch wenn es für dich todespeinlich sein mag – die Person am anderen Ende hat wahrscheinlich noch Jahre später etwas zu lachen.

Schockierte Frau

Du glaubst, in einem anderen Land wird dich niemand verstehen? Damit könntest du sehr, sehr falsch liegen.

Getty Images

Ich habe mal eine Zeit lang in London gewohnt. Ziemlich lange sogar. Die Stadt ist ein Schmelztiegel verschiedener Kulturen, weshalb man auf der Straße im einen Moment Arabisch, im nächsten Spanisch und eine Minute später Italienisch hören kann. Und dazwischen immer wieder Englisch. Spätestens nach ein paar Wochen sollte also eigentlich jedem bewusst sein: Eine Fremdsprache bedeutet hier absolut nicht, dass mich niemand versteht.

Zwei junge Deutsche, die diese Erfahrung offensichtlich noch nicht gemacht hatten, mussten das auf die harte Tour lernen, als sie sich eines Tages zu mir in die Bahn setzten und anfingen, sich über mein Outfit lustig zu machen. Ich kann mich beim besten Willen nicht mehr erinnern, was genau ihr Problem war, aber irgendetwas konnten sie ganz offensichtlich nicht leiden. Kein Problem, kann ich mit leben.

Sie sahen mich immer wieder wenig unauffällig an und diskutierten in voller Lautstärke auf Deutsch über dies und das und jenes, was ihnen nicht passte. Als wir schließlich an meiner Station angekommen waren, stand ich auf, sah den beiden in die Augen, lächelte freundlich, sagte: "Schönen Abend noch!", und ging.

Freunde, ihr hättet ihre Gesichter sehen sollen. Es war wundervoll. Von der Genugtuung kann ich an grauen Winterabenden immer noch manchmal zehren.

"Ich lächelte und tat, als habe ich nichts verstanden"  

Ähnlich dürfte es einer Nutzerin der Online-Community Tumblr gegangen sein. In einem Post erzählt sie von einem Vorfall, der sich während ihrer Arbeitszeit ereignete. Sie sei eine europäisch aussehende Frau und spreche fließend Mandarin und Englisch. "Letztens kam ein chinesisches Pärchen an meine Kasse und ich fragte (auf englisch), ob sie Tüten benötigen und ob sie eine Kundenkarte haben und so weiter."

Tumblr

Diesen Beitrag postete eine Userin in der Online-Community "Tumblr"

Daraufhin habe sie angefangen, den Einkauf des Paares zu scannen. "Die Frau lehnte sich zu ihrem Mann und sagte auf Mandarin: 'Sag ihr, sie soll vorsichtig mit den Bananen sein.'" Sie habe zunächst nicht geantwortet und einfach weiter kassiert. "Dann sagte sie: 'Sag dem dummen Mädchen, sie soll schneller machen!' Ich lächelte und tat, als habe ich nichts verstanden." 

Die Frau habe weiterhin alles kommentiert – "Sie sagte ich habe eine Jungsfrisur und ihr Opa hätte den Einkauf schneller gescannt." Als die Frau ihren Mann dann auch noch aufgefordert habe, eine Flasche Wasser bloß nicht zu vergessen, sei ihr der Kragen geplatzt: "Ich antwortete auf Englisch: 'Nein, werde ich bestimmt nicht.' Und voller Glück sah ich, wie sich auf ihrem Gesicht der blanke Horror ausbreitete, als sie realisierte, dass ich alles verstanden hatte."

Hach ja, es sind eben die kleinen Dinge im Leben.

Schwedin Sandra
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.