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Tipps und Regeln: Was du wissen musst, wenn du deine Wohnung auf Airbnb vermieten willst

Darf ich mein Zimmer eigentlich über Airbnb anbieten? Weil die Plattform in vielen Städten für Probleme auf dem Wohnungsmarkt sorgt, gibt es inzwischen einiges zu beachten.

Berlin skyline

Berlin

Wer in seiner Wohnung ein Zimmer vermieten möchte, braucht keine Genehmigung - sofern die Fläche des Zimmers weniger als die Hälfte der Wohnung ausmacht. In diesen Fällen ist laut Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen eine gebührenfreie Anzeige zur Erlangung einer Registriernummer beim zuständigen Bezirksamt erforderlich, die seit 1. August beim Anbieten und Bewerben des Wohnraums immer öffentlich sichtbar angegeben werden muss. 

Die kurzzeitige Vermietung der ganzen Wohnung müssen die Bezirksämter genehmigen. Privatpersonen haben im Regelfall einen Anspruch auf eine Genehmigung zur kurzzeitigen Vermietung ihres Hauptwohnsitzes. Das Gesetz sieht insoweit kein Tageslimit vor. Für die Vermietung des Zweitwohnsitzes können Gastgeber eine Genehmigung zur Vermietung von maximal bis zu 90 Tagen im Jahr erhalten. Auch hier erhält der Gastgeber zusätzlich zur Genehmigung  eine Registriernummer, die ab dem 1. August beim Bewerben des Inserates angegeben werden muss.

Für die einen ist sie eine lukrative Einnahmequelle, für die anderen ein Hassobjekt: Airbnb, die Vermittlungsseite für Privatunterkünfte, ging vor zehn Jahren online. Am 11. August konnten Kunden erstmals bei "AirBed & Breakfast" eine günstige Unterkunft buchen. Mittlerweile hat sich Airbnb zu einem Milliardenkonzern entwickelt, mit dem professionelle Vermieter gut verdienen.

Angesichts der Wohnungsnot in deutschen Großstädten haben viele Landesregierungen und Städte Regeln erlassen, mit denen sie dem Treiben Einhalt gebieten wollen. Wer sich nicht daran hält, riskiert mehrere zehntausend Euro Strafe. Zumeist gibt es eine Ausnahmeregelung, wenn die Vermieter Ersatzwohnraum schaffen, oder der Stadt einen Ausgleich für den verlorenen Wohnraum zahlen. Bei der Kontrolle der Einhaltung der Regelungen tun sich allerdings viele Kommunen schwer. Darüber hinaus sollten sich Gastgeber die Erlaubnis ihres Vermieters einholen, weil dieser ihnen sonst fristlos kündigen darf.

Florian Müller / AFP
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