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Juso-Chef: Politiker auf Partnersuche: Kevin Kühnert erlebt "absurde Situationen" auf Tinder

Kevin Kühnert gehört zu den bekannten jungen Gesichtern der Politik. Das macht es schwierig, sich auf Plattformen wie Tinder zu bewegen, hat er nun erzählt.

Kevin Kühnert

Kevin Kühnert will trotz seiner Bekanntheit auf Tinder bleiben

Getty Images

Seit seiner Kampagne gegen den erneuten Eintritt der SPD in die Große Koalition nach der Bundestagswahl 2017 kennt man das Gesicht und den Namen von Kevin Kühnert. Der Juso-Chef konnte sich damals nicht durchsetzen, gilt aber seitdem als der große Hoffnungsträger der angeschlagenen Partei und ist oft in den Medien präsent. Das macht es für Kühnert allerdings im Privatleben schwieriger, hat er jetzt erzählt.

In dem Podcast "Deutschland 3000 – 'ne gute Stunde mit Eva Schulz", der von dem öffentlich-rechtlichen Content-Netzwerk Funk produziert wird, berichtete Kühnert unter anderem davon, was er auf der Dating-Plattform Tinder erlebt, seit er ein Polit-Promi ist. Dort können viele andere User nicht glauben, dass es sich tatsächlich um den echten Kevin Kühnert handelt, den sie aus dem Fernsehen kennen.

Kevin Kühnert auf Tinder? Das können viele nicht glauben

"Man erlebt natürlich absurde Situationen jetzt. Also wenn die zum Beispiel schreiben: 'Ich finde es eine Frechheit, dass Sie sich hier als Kevin Kühnert ausgeben!'", so Kühnert. Um klarzumachen, dass er auf der Online-Datingplattform nicht etwa eine falsche Identität angenommen hat, greift Kühnert zu einem Trick. Er schreibt den Menschen, die ihn gematcht haben: "''Hey, schau mal auf meinen Twitter-Account. Ich setze mal für die nächsten fünf Minuten einen Punkt hinter meinen Namen.' Denn das kann ja kein anderer machen."  

Zu Beginn seiner Karriere auf der größeren politischen Bühne habe er auch darüber nachgedacht, sich abzumelden, sagte der Jungsozialist in dem Podcast. Er habe sich aber dagegen entschieden: "Ich hätte es so absurd gefunden, mich derart in meiner persönlichen Lebensgestaltung einzuschränken."

Kandidatur für SPD-Vorsitz noch offen

Um politische Themen ging es dann auch noch – natürlich musste sich Kühnert auch zu den Spekulationen um seine Kandidatur für den SPD-Vorsitz äußern. Ein klares Statement bekam aber auch Moderatorin Eva Schulz nicht von ihm. Nur so viel: "Ganz viele Leute sagen: 'Jawoll, mach das! Und tritt an!' Die sind alle in der vorteilhaften Position: Für sie ist es einfach erstmal nur eine politische Forderung. Die finden gut, was ich mache – das freut mich. Und finden es logisch zu sagen: 'Na dann tritt doch dafür auch an!' Nur ich bin derjenige, der am Ende dann auch mit allen Konsequenzen leben müsste und ich weiß schon, was ich jetzt für eine Arbeitsbelastung habe."

Quelle: Funk

epp