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USA: Studie sagt: Unsere Mütter sind schuld an verkorksten Beziehungen

Schon wieder getrennt? Schon wieder Liebeskummer? Keine Sorge! Denn laut einer Studie gibt es zumindest einen geeigneten Sündenbock für deine Wut: deine Mutter. 

Mutter und Tochter lachen

Noch sind sie ganz dicke miteinander – bis sie rausfindet, dass ihre Mutter ihr die Tour versaut. Sagt zumindest eine Studie.

Getty Images

Wäre es nicht wundervoll, wenn wir die Schuld an allen verkorksten Beziehungen, die wir in unseren Leben schon so geführt haben, einfach auf eine andere Person verlagern könnten? Weg von uns selbst?

Dank einer Studie aus den USA stellt sich nun heraus: Wir können! Die Daten, die ein Team aus Ohio seit 1979 von über 7000 Müttern und ihren biologischen Kindern gesammelt haben, zeigen: Wir werden in der Regel in etwa so viele Partner haben wie unsere Mutter und ihre Beziehungsschemata wiederholen. Im Klartext: Muddi ist schuld, wenn's in der Liebe nicht so läuft! Oder so ähnlich…

Die Wissenschaftler meinen: Diese Verbindung findet völlig unabhängig von sozialem Stand oder generellem Umfeld statt, da Mütter ihren Kindern Sozialkompetenzen weitergeben würden und damit beeinflussen würden, wie sie mit ihren Mitmenschen und somit eben auch ihren Partnern umgehen.

Studie verglich Beziehungsmuster über Generationen

Die Studie, die im amerikanischen Wissenschaftsmagazin "Plos One" veröffentlicht wurde, fragte Mütter und ihre Kinder über Jahre nach eingegangenen Partnerschaften. Ob sie mit der anderen Person zusammengezogen seien, sie geheiratet oder sich wieder hatten scheiden lassen.

Somit konnte das Team der Ohio State University Beziehungsmuster in einer Familie über Generationen miteinander vergleichen.

Claire Kamp Dush, Leiterin der Studie, sagte der britischen Nachrichtenseite "Daily Mail", dass unsere Eltern und in vielen Fällen eben insbesondere die Mutter, unser größtes Vorbild seien, wenn es um die Interaktion mit anderen Menschen ginge. Und damit "wie wir Zuneigung zeigen, wie wir uns entschuldigen, wie wir uns vorstellen, wie wir mit Menschen anderen Alters oder des anderen Geschlechts umgehen oder Fremden begegnen."

Diese Eigenschaften wiederum würden dann beeinflussen, wie wir uns in Liebesbeziehungen verhalten: "Ob wir sie uns wünschen oder sie fürchten und wie wir instinktiv mit jemandem umgehen, der uns am Herzen liegt."

Kurzum: Das nächste Mal, wenn deine Mutter dich fragt, wieso sie noch keine Enkel hat, kannst du ihr sagen, dass es eigentlich ihre eigene Schuld ist. Auch mal ganz nett.

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jgs
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