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Streit mit Piers Morgan: "Game of Thrones"-Star Sophie Turner kontert ignoranten Depressions-Tweet

"Game of Thrones"-Star Sophie Turner ist sauer: Autor Piers Morgan ist der Meinung, Stars würden versuchen, Depressionen und psychische Krankheiten 'trendy' zu machen. Das lässt sie nicht auf sich sitzen und kontert auf Twitter.

"Game of Thrones"-Star Sophie Turner über Depressionen

Auf Twitter kontert "Game of Thrones"-Star Sophie Turner einen unsensiblen Depressions-Tweet von Piers Morgan

Getty Images

Schauspielerin Sophie Turner, die in der Erfolgsserie "Game of Thrones" Sansa Stark spielt, wird von ihren Fans nicht nur für ihre Rolle geliebt, sondern auch für ihre offenen Worte über psychische Erkrankungen. Zum Welttag der Suizidprävention am 10. September 2018 richtete sie zum Beispiel diesen Appell an ihre Follower: "Du bist stärker, als du denkst. Du wirst das schaffen. Du bist KEINE Belastung." Dem britischen Reporter und Autor Piers Morgan scheinen solche Tweets eher ein Dorn im Auge zu sein.

Aber von vorn: Die britische Boulevard-Zeitung "The Sun" teilte vergangene Woche auf Twitter einen Artikel über ein Interview, das die Schauspielerin Beverley Callard mit dem "Best Magazine" geführt hat und in dem sie über ihre Depression spricht. Angeteasert wird der Post mit den Worten: "Beverley Callard sagt, Promis würden versuchen, psychische Probleme 'trendy' zu machen." Dieser Satz ist etwas missverständlich, denn der genaue Wortlaut im Interview lautet: "Eine echte psychische Erkrankung ist sehr düster und es braucht viel Kraft, um Hilfe zu bitten. Ich denke, dass wir an einem Punkt sind, das Stigma abzulegen. Aber wir müssen vorsichtig sein, dass psychische Erkrankungen nicht zu einer Gucci-Tasche werden. [...] Es besteht die Gefahr, dass es 'trendy' wird." Sie hoffe, dass andere Promis nicht einfach nur auf den Zug aufspringen. 

Piers Morgans unsensibler Depressions-Tweet

Und da kommt Piers Morgan ins Spiel. Er retweetete den "The Sun"-Post mit den Worten: "Sie wird deswegen fertig gemacht werden, aber sie hat zu 100 Prozent Recht." Ob er den Artikel wirklich gelesen hat, ist fraglich, denn ihre Aussage wird in dem Artikel eindeutig überspitzt. Doch Morgan nimmt den Tweet einfach als Pauschalaussage hin und feuert seine Meinung raus.

"GoT"-Heldin Sophie Turner scheint sich von seiner Aussage angegriffen gefühlt zu haben und konterte: "Oder vielleicht haben sie eine Plattform, um darüber zu sprechen und dadurch das Stigma einer psychischen Erkrankung, von der einer von vier Briten betroffen ist, loszuwerden. Aber bitte, mach weiter und bring sie zum Schweigen. Trottel."

"Game of Thrones"-Star Sophie Turner holt zum Gegenschlag aus

Nicht nur das. Es folgte eine bewegende Abrechnung mit Menschen wie Morgan:

"Menschen, die finden, es sei okay, Witze über psychische Erkrankungen zu machen: Schätzt euch glücklich, denn ihr versteht anscheinend nicht, wie es ist, an einer solchen Krankheit zu leiden oder einen Betroffenen zu kennen." 

"Depression ist die zweithäufigste Todesursache in den wohlhabenden Ländern Europas und Amerikas. Ich glaube, einer der Gründe dafür ist das Stigma, das auf psychischen Erkrankungen liegt." 

"Wenn wir einfach alle über unsere und die Erfahrungen unserer Angehöriger sprechen, können wir anderen Betroffenen helfen, sich nicht so allein zu fühlen. Lasst uns diesen Dialog weiter führen." 

Ihr wichtiger Appell: "Du bist nicht allein"

In ihrem letzten Tweet richtete sie sich noch einmal gezielt an ihre Follower: "Du bist nicht allein, du kannst diese Krankheit bewältigen, und Leute, die sich darüber lustig machen sind die Minderheit ... nicht du. Du wirst geliebt und unterstützt." Diese Botschaft kommt an. Unter dem Posts sammeln sich allerlei Geschichten von betroffenen Fans und Angehörigen, die selbst einen Menschen durch eine psychische Erkrankung verloren haben. Sie danken der Schauspielerin für ihre Offenheit und ihren Einsatz. Damit beweist Turner, wie wichtig es immer noch ist, dass sich besonders Promis offen zu ihren Problemen bekennen. Damit Betroffene wissen, dass sie nicht allein sind – und dass Tweets wie der von Piers Morgan einfach nur unsensibel sind.

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