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Finanztipps: Traumhaus dank Bausparen?! Für wen sich diese Form des Sparens lohnt – und für wen nicht

Etwa 27 Millionen Haushalte in Deutschland haben einen Bausparvertrag. Aber was hat es mit dieser Form von Sparen und Finanzieren auf sich? NEON nennt dir die wichtigsten Fakten.

Frau sitzt vor Haus

Ein Haus unter Palmen: Auch dafür kann man einen Bausparvertrag nutzen

Ein Haus am See, ein Bauernhof im Grünen oder das eigene Apartment in der Großstadt – wie sieht dein Traumhaus aus? Viele Menschen in Deutschland träumen für ihre Zukunft von einem Eigenheim. Wahrscheinlich haben auch deine Eltern oder Großeltern schon für dich vorgesorgt und einen Bausparvertrag angelegt. Drei Viertel aller deutschen Haushalte besitzen rechnerisch einen Bausparvertrag – damit gehört er zu den beliebtesten Finanzprodukten.

Was ist ein Bausparvertrag?

Stell dir vor, du willst dein Traumhaus kaufen. Das kostet aber 300.000 Euro, die du nicht mal so eben zur Verfügung hast. Also könntest du bei einer Bank einen Kredit aufnehmen, um dein Haus zu finanzieren. Um diesen Kredit zu bekommen, musst du aber schon ein bisschen Geld angespart haben, ungefähr 20 Prozent des Kaufpreises; das hieße in diesem Fall 60.000 Euro. Um das Geld zu sparen, müsstest du zehn Jahre lang 6000 Euro zurücklegen. So lange willst du aber nicht warten? Dann könntest du auf einen Bausparvertrag zugreifen.

Bausparen ist sogenanntes Kollektivsparen: Alle Menschen, die außer dir noch ein Haus kaufen wollen, zahlen zusammen in einen Topf. So kommt viel schneller Geld zusammen, als du alleine ansparen könntest. Jeder kann dann für seinen Kauf Geld aus dem Topf nehmen, es später wieder zurückzahlen und sich damit deutlich schneller den Traum vom Eigenheim erfüllen.

Wie funktioniert Bausparen?

Ein Bausparvertrag kombiniert zwei Verträge: Einen Sparplan, bei dem Geld angespart wird und ein Darlehn, um eine Immobilie zu finanzieren. Zu Beginn eines Bausparvertrages wird eine Bausparsumme festgelegt. Davon muss man zuerst einen Teil selbst ansparen – in der Regel 30 bis 50 Prozent. Der Rest der Bausparsumme wird dann durch ein Darlehn finanziert. Sind diese Parameter festgelegt, läuft das Ganze in drei Phasen ab:

Die Ansparphase
Dabei zahlt man monatlich einen gewissen Betrag ein, auf den man Zinsen erhält. Diese Phase dauert meist sieben bis acht Jahre.

Die Zuteilungsphase
Ist genug Geld angespart, wird das Geld aus der Ansparphase und dem vereinbarten Darlehn "zuteilungsreif". Nun gibt es drei Möglichkeiten: Das Geld sofort annehmen und das Haus kaufen, das Darlehn zurückzustellen und erst zu einem späteren Zeitpunkt annehmen oder das Geld auszahlen lassen – damit verfällt jedoch der Anspruch auf das Darlehn. Außerdem gibt es eine Einschränkung, um das Darlehn überhaupt in Anspruch zu nehmen: Man darf das Geld aus dem Bausparvertrag nur für sogenannte "wohnwirtschaftliche Zwecke" nutzen, also um eine Immobilie zu kaufen oder um zum Beispiel zu renovieren. Die Weltreise oder das neue Auto lassen sich damit also nicht finanzieren. Wer das Geld direkt annimmt, kommt in ...

Die Darlehnsphase
Jetzt kann man sich sein Traumhaus kaufen. In den kommenden Jahren muss jedoch das Darlehn, also das geliehene Geld, zurückgezahlt werden. Diese Phase dauert meist elf bis zwölf Jahre.

Welche Vor- und Nachteile gibt es?

Vorteile
Ein großer Vorteil ist die Zinssicherheit. Zwar erhält man in der Ansparphase nicht sehr hohe Zinsen, doch die Zinsen auf das spätere Darlehn, zur Finanzierung oder dem Kauf eines Hauses, sind sehr berechenbar. Denn der Zins wird zu Beginn des Vertrages festgelegt und ändert sich dann nicht mehr. Gerade in Phasen, in denen die Zinsen für einen Hauskauf niedrig sind, kann es ein Vorteil sein, sich diese für einen längeren Zeitraum zu sichern. Ein weiterer Vorteil ist die Möglichkeit, Sondertilgungen zu leisten. So kann man das Darlehn vorzeitig zurückzahlen; bei vielen "normalen" Krediten fallen für solche Zahlungen, außerhalb der vereinbarten Raten, zusätzliche Gebühren an.

Hinzu kommt unter bestimmten Voraussetzungen eine staatliche Förderung. Dazu zählt die sogenannte Arbeitnehmersparzulage, die im Zusammenhang mit Vermögenswirksamen Leistungen steht. Dieses Geld erhalten manche Angestellte von ihrem Arbeitgeber, um ihr Vermögen weiter aufbauen zu können. Eine andere Möglichkeit der staatlichen Förderung ist die Wohungsbauprämie: Verdient man bis zu 25.600 Euro im Jahr, unterstützt der Staat den Bausparvertrag mit bis zu 8,8 Prozent. Eine Alternative ist auch, den Bausparvertrag mit der Riesterförderung zu verbinden.

Nachteile

Ein Bausparvertrag eignet sich nicht als reine Geldanlage, da die Zinsen auf das Sparguthaben besonders zurzeit sehr niedrig sind. Ein weiterer Nachteil ist die Wartezeit auf das Darlehn. Da man nicht genau sagen kann, wann der Bausparvertrag "zuteilungsreif" sein wird, ist es schwierig, präzise zu planen. Wer also noch in der Ansparphase sein Traumhaus findet, muss möglicherweise doch einen anderen Kredit aufnehmen. Zudem werden im Vertrag oft gewisse Ansparzeiten festgelegt – auch damit ist man in Bezug auf den Hauskauf nicht unbedingt flexibel. Ein weiterer Kritikpunkt sind die Abschlusskosten, die meist bei 1 bis 1,5 Prozent liegen: Diese Gebühr wird vor Anfang des Bausparvertrages fällig und bezieht sich auf die gesamte Sparsumme. Beträgt die Bausparsumme also 50.000 Euro, muss man schon zu Beginn des Vertrages 500 Euro zahlen.

Für wen lohnt sich Bausparen?

Wenn du in einer absehbaren Zeit (zwei, fünf oder zehn Jahre) ein Haus kaufen oder eine Immobilie renovieren willst. Denn mit dem Bausparvertrag kannst du dir im besten Fall jetzt niedrige Zinsen sichern. Der Vertrag lohnt sicher aber vor allem dann, wenn du weißt, dass du ihn wirklich in Anspruch nehmen willst und definitiv eine Immobilie kaufen willst. Zusätzlich kann man dann von den staatlichen Förderungen profitieren.

Nur zum Sparen lohnt sich ein Bausparvertrag aber nicht. Die Zinsen in der Ansparphase sind niedriger als zum Beispiel auf ein Tagesgeldkonto. Hinzu kommt die Abschlussgebühr und die Zinsen auf ein Darlehn, das du vielleicht gar nicht in Anspruch nimmst. Alternative Möglichkeiten zur Geldanlage könnten zum Beispiel ETFs sein.

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lau
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.