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Interview

Alyssa Carson: Warum diese 17-Jährige große Chancen hat, der erste Mensch auf dem Mars zu werden

Während ihre Altersgenossen an die nächste Party denken, weiß Alyssa Carson genau, was sie will: der erste Mensch auf dem Mars werden. NEON wollte wissen, ob die 17-Jährige einen Plan B hat - und ob sie an Aliens glaubt.

Alyssa Carson

Sollte Alyssa Carson als Astronautin für die Mars-Mission 2033 ausgewählt werden, könnte sie der erste Mensch auf dem roten Planeten werden

"In klaren Nächten liebe ich es, in den Himmel zu schauen und nach einem bestimmten Planeten zu suchen. Er ist so klein wie ein Punkt. Manche von euch nennen ihn den roten Planeten oder Mars – ich nenne ihn Zuhause." Alyssa Carson ist 17 Jahre alt, hält Reden auf Veranstaltungen wie bei der diesjährigen BBYO International Convention, dem weltweit größten Kongress für jüdische Teenager. Mit ihrer Geschichte will sie andere Jugendliche motivieren ihren Traum zu verwirklichen, so wie sie selbst. Denn Alyssa ist angehende Astronautin. 2033 will sie der erste Mensch auf dem Mars sein. 

Dieser Entschluss steht für sie fest, seit sie drei Jahre alt war. Sie sah eine Cartoon-Serie, in der die Hauptfiguren zum Mars flogen. "Mein Vater erzählte mir, dass man schon auf dem Mond, aber nicht auf dem Mars war. Und dass es meine Generation ist, die zum Mars fliegen wird – die Generation Mars", erzählt sie auf der BBYO Convention

Alyssa Carson

Links Alyssa heute, rechts mit 13 Jahren. An ihren Ambitionen hat sich über die Zeit nichts verändert.

Während sich gleichaltrige Teenager eher Gedanken darum machen, wie sie sich auf die nächste Party schleichen können, oder ob "Influencer werden" wirklich ein Berufswunsch sein sollte, widmet Alyssa ihr Leben der bemannten Reise zum Mars. Der ersten in der Menschheitsgeschichte. Um ihren Traum zu verwirklichen, hat sie so ziemlich alles mitgenommen, was die NASA anbietet: Sie war die erste Person auf der Welt, die an allen drei NASA-Space-Camps teilgenommen hat – und das mit 12; sie ist die jüngste Absolventin der "Advanced Space Academy" und ist bisher die einzige Person, die alle 14 NASA-Besucherzentren besucht hat. 

Die NASA nimmt offiziell keine Bewerbungen als Astronaut von Personen an, die noch keine 18 Jahre alt sind – doch Alyssa ist schon jetzt eine vielversprechende Kandidatin für die Mars-Mission. Wenn alles nach Plan läuft, wird Alyssa 2033 zum Mars fliegen und als erster Mensch den Boden des roten Planeten betreten. Sie ist dann 32. 

Mit NEON sprach die 17-Jährige über ihren Plan B und verrät uns, ob sie an Aliens glaubt.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus? 

Es gibt gar keinen typischen Tag. Wenn ich im Training bin, geht das die ganze Woche non-stop. Normalerweise gehe ich zur Schule und mache Hausaufgaben, aber manchmal muss ich auch zum Weltraum-Training. Und manchmal muss ich auch den Unterricht verlassen, um an anderen Schulen mit meinen Vorträgen die Schüler zu inspirieren.

Gibt es etwas, über das du dir Sorgen machst in Hinsicht auf die kommende Mars-Mission?

Nein, nicht wirklich. Wenn man von Menschen umgeben ist, die an der Planung der Mission beteiligt sind, sieht man, wie wichtig ihnen Sicherheit ist. Das ist beruhigend und man weiß, dass man in guten Händen ist. 

Hast du einen Plan B, für den unwahrscheinlichen Fall, dass du 2033 nicht zum Mars fliegst? 

Ich werde Astrobiologie studieren. Falls ich nicht als Astronautin ausgewählt werden sollte, werde ich meine Arbeit als Astrobiologin auf der Erde fortführen. 

Was halten deine Familie und Freunde von deinen Plänen? 

Meine Familie und meine Freunde unterstützen mich und das, was ich machen will, sehr. Ich bin sehr glücklich, dass ich ein so starkes Support-Team habe. 

Hast du jemals deine Entscheidung, ein so außergewöhnliches Leben zu leben, bereut?

Nein, nicht wirklich. Das hier war schon mein Traum, als ich noch klein war und es ist bis heute mein Traum. Meine Leidenschaft für das Weltall ist immer geblieben und ich kann mir nicht vorstellen, etwas anderes zu machen. 

Glaubst du, dass es Aliens gibt, auf die die Menschen einmal treffen könnten?

Ich denke, es gibt da draußen so viel, dass es dort irgendetwas geben muss. Ich bin mir nicht sicher, ob wir etwas auf dem Mars finden werden, aber ich glaube, das Universum ist zu groß, als dass es dort nichts geben sollte. 

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