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Nahrung, Ausrüstung und Treibstoff: Nachschub für Alexander Gerst fliegt in Rekordzeit zur ISS

Der deutsche Astronaut Alexander Gerst und seine Kollegen brauchten zwei Tage, um die ISS zu erreichen. Ein Raumfrachter mit Nachschub für die Besatzung und die Raumstation schaffte es nun in dreieinhalb Stunden ans Ziel - einer experimentellen Flugbahn zum Dank.

Alexander Gerst auf der ISS

Alexander Gerst führt auf der ISS eine Vielzahl an Experimenten durch. Nachschub für die entsprechende Ausrüstung befand sich in dem Raumfrachter.

DPA

Von Russland zur in wenigen Stunden: Ein russischer Weltraumfrachter hat erstmals auf einer verkürzten Flugbahn Nachschub zur Internationalen Raumstation ISS gebracht. Die Transport-Kapsel "Progress MS-09" dockte am Dienstagmorgen um 3:31 Uhr MESZ an der ISS an, wie die russische Flugleitzentrale mitteilte. Sie war am Montagabend um 23.51 Uhr MESZ mit einer Sojus-Trägerrakete vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet.

Alexander Gerst ist von der ISS noch nicht gelangweilt

An Bord waren 2,5 Tonnen Nachschub für den deutschen Astronauten Alexander Gerst und seine Kollegen: Treibstoff und Nahrung, Ausrüstung für Experimente und Gerät zur Instandhaltung der Station. Die Besatzung scheint nach wie vor guter Laune zu sein: Alexander Gerst hält seine Follower per Instagram und Twitter auf dem Laufenden. Am Montag postete er ein Zeitraffer Video und schrieb "Aurora & Blitze, Zeitraffer aus dem All. Irre. Wie ein lichtgewordenes Symphonieorchester."

 Bis der Kurzflug zur ISS auch mit einem bemannten Raumschiff erfolgen kann, sei noch ein weiterer unbemannter Test notwendig, sagte der Leiter des Raketenbaukonzerns Energija, Alexander Kaleri, der Agentur Tass zufolge. Bislang dauert der Flug von Baikonur zum Außenposten der Menschheit zwei Tage. Mehrere Tests mit dem Schnellverfahren waren kurz vorher aus Sicherheitsgründen abgesagt worden.


sve / dpa