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US-Uni reicht Klage ein: Professor soll Erfindung von Student geklaut und für Millionen verkauft haben

Eine US-Uni wirft einem ehemaligen Professor vor, die Arbeit eines Studenten geklaut und für Millionen verkauft zu haben. Der ehemalige Angestellte weist die Anschuldigungen zurück.

Die Forschung für das Patent soll sich hauptsächlich an der Universität zugetragen haben, argumentiert eben jene

Die Forschung für das Patent soll sich hauptsächlich an der Universität zugetragen haben, argumentiert eben jene

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Die Universität Missouri-Kansas City beschuldigt einen ehemaliger Professor, die Ergebnisse eines seiner Studenten gestohlen und für Millionen verkauft zu haben. Von der Klage berichten unter anderem CNN und  NBC News. Demnach soll der Professor die "bahnbrechende" Medikamentenformel eines pharmazeutischen Studenten gestohlen und an Pharma-Unternehmen für 1,5 Millionen US-Dollar verkauft haben. Weitere zehn Millionen Dollar könnte er demnach in Lizenzgebühren erhalten. Gegenüber CNN bestreitet der Ex-Professor die Anschuldigungen.

Laut der in US-Medien zitierten Klageschrift soll der Student, damals als Assistent an der Uni angestellt, bereits 2010 mit seinen Forschungen begonnen haben. Er habe eine Möglichkeit entwickelt, wie man Medikamente besser über das Auge aufnehmen kann. Nanotechnologie soll dabei eine Rolle spielen. Der Professor soll dann die Erfindung genommen und heimlich in Zusammenarbeit mit zwei Pharma-Unternehmen ein Patent darauf angemeldet haben. Es gehe um ein Medikament gegen trockene Augen, das vor allem für ältere Menschen gedacht sei. Das Patent hätten die Firmen für rund 40 Millionen US-Dollar nach Indien verkauft, heißt es in der Anklageschrift.

Professor bestreitet Anschuldigungen

Der Student habe davon kein Geld erhalten, auch die Universität sei leer ausgegangen. Dabei, so argumentiert die Bildungseinrichtung, hätten sie die Rechte an den Erfindungen ihrer Mitarbeiter. Laut CNN würde die Uni in solchen Fällen ein Drittel der Profite an den Mitarbeiter geben und zwei einbehalten.

CNN kontaktierte den Professor, der die Anschuldigungen von sich weist. Seiner Ansicht nach habe der Student keinen Anteil an der Entwicklung des Patentes gehabt. "Jetzt will jeder aufspringen und ein Stück vom Kuchen abhaben", wird er zitiert. Der Student sei erst hinzugekommen, als die Verträge bereits unterschrieben waren. Außerdem habe sich die Arbeit des Assistenten auf einen Teil des Auges konzentriert, der von dem Medikament gar nicht beeinflusst werde. 

Thomas Rauscher

Quellen: CNN / NBC News 

fin