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NEON-Umfrage: Handy, Parfüm, Menschen - diese Dinge nerven euch in der Bahn am meisten

Bus und Bahn sind morgens eine Welt für sich. Wir haben euch gefragt: Was nervt euch am meisten, wenn ihr mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs seid? Die häufigste Antwort: Menschen.

Überfüllte U-Bahn in Berlin

Die U-Bahn am Morgen kann die Nerven auf eine Zerreißprobe stellen – erst recht, wenn sie so voll ist wie hier in Berlin

DPA

Jeden Morgen stürzen sich in ganz Deutschland tausende Menschen in Züge, Busse und U-Bahnen, um sich auf den Weg zur Arbeit zu machen. Am Abend geht es dann wieder zurück – manche kostet das Pendeln täglich sogar einige Stunden. Hinzu kommen Menschen, die die öffentlichen Verkehrsmittel in ihrer Freizeit nutzen, um Freunde oder Partner zu besuchen, zu Fußballspielen zu fahren oder Behördengänge zu erledigen. Um nur einige Beispiele zu nennen. Laut Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) sind im Jahr mehr als 11 Milliarden Fahrgäste im Liniennahverkehr unterwegs.

Und wo so viele Personen sind, kann es natürlich auch schnell nervig werden. Im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) erlebt man alle möglichen Geschichten. Wir haben euch deshalb auf Facebook gefragt: Was nervt euch morgens in Bus und Bahn am allermeisten?

Wir fangen mal an: Menschentrauben, die sich auf dem Bahnsteig direkt vor der Tür formieren und das Aussteigen unmöglich machen ...

Gepostet von NEON am Mittwoch, 24. April 2019

Natürlich auch aus eigener Erfahrung: In unserer Redaktion zum Beispiel sind Menschentrauben, die sich auf dem Bahnsteig direkt vor der Tür sammeln und die anderen Fahrgäste nicht aussteigen lassen, besonders unbeliebt.

Lärm in der Bahn stört – vor allem morgens

Wendy T. geht es da ähnlich. "Die seltsamen Orientierungsphasen der anderen" gehen ihr auf den Geist: "Einsteigen, abrupt stehen bleiben, gemütlich umschauen, abrupt umdrehen, die angestauten Menschenmassen anrempeln, keifend aussteigen."

Wenig überraschend nerven die meisten von euch auch sonst Menschen, die scheinbar nicht in der Lage sind, auf ihre Umgebung Rücksicht zu nehmen. Vor allem dann nicht, wenn sie ein Handy dabei haben. "Menschen, die ihr Handy wie einen Toast vor den Mund halten zum Reden", lautet die Antwort von Janina P., und auch andere User ärgern sich über lautstarkes Telefonieren in der Bahn. Zwar kann es mitunter auch ganz interessant oder lustig sein, wenn jemand ein ganzes Abteil mit seinem Privatleben unterhält – aber meistens verzichtet man doch lieber darauf. 

Monika G. findet "Kinder mit Ghettoblasterhandys, die nicht in der Lage sind, Kopfhörer zu benutzen" schwer erträglich. Da hilft wohl nur eines: selbst Kopfhörer einstöpseln und versuchen, möglichst wenig vom Drumherum mitzubekommen. Die meisten haben morgens gern einfach ihre Ruhe. Deshalb fühlen sie sich auch von Kindern und Menschen mit guter Laune gestört.

Was nervt? Menschen!

Vor allem bei steigenden Temperaturen und im Sommer wird auch Geruch zum Thema – in allen Facetten. Seien es "Menschen, die der Meinung sind, einmal im Monat zu duschen sei mehr als ausreichend", "Mundgeruch ... viele kennen wohl die Erfindung Zahnbürste nicht", "Menschen, die ihre Fingernäckel lackieren – das riecht man noch einen Waggon weiter" oder das, was Bianca M. "mobile Douglasfilialen" nennt. Ein Gegenmittel gibt es da wohl kaum, außer man ist mit einem schwachen Geruchssinn gesegnet.

Katharina S. ärgert sich, "wenn sich jemand neben mich setzt, obwohl alles frei ist". Sonja A. fühlt sich von "Mitmenschen, die den Rucksack nicht abnehmen" gestört. Antje W. hat schlechte Erfahrungen mit "Türstehern" gemacht: "Volle Breitseite in der Tür herumwabern, weil man ja in 47 Stationen aussteigen muss."

Und dann waren da noch die mehr als 20 User, die einfach nur von "Menschen" genervt sind. Jaja, die Hölle sind die anderen. 

So schlimm ist es gar nicht

Möglicherweise aber sollte man sich auch mal näher mit der Antwort von Yasemin G. beschäftigen. Die schrieb auf unsere Frage, was sie in Bahn und Bus am meisten störe: "Nix! Bin saufroh über unsere tolle Infrastruktur." Die ist nämlich in vielen anderen Ländern – und auch in manchen ländlichen Gegenden in Deutschland – keine Selbstverständlichkeit.

Vielleicht hilft es, sich das am nächsten nervigen Morgen in der Bahn zu vergegenwärtigen.

epp