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WhatsApp, Facebook und Co.: Leute, die nicht zurückschreiben – was ist los mit euch?

Messenger wie WhatsApp bieten viel kommunikative Unabhängigkeit. So viel, dass manche Menschen immer unzuverlässiger antworten. Unseren Autor ärgert das zunehmend: Sind sich diese Leute bewusst, welche Botschaft sie damit senden?

Handy mit Chatnachrichten

Auch keine Antwort im Chat ist manchmal eine Antwort – nur eben oft auf eine ganz andere Frage

Zumindest gefühlt hat das Schreiben mittlerweile das Telefonieren abgelöst. Für die Teenager von heute gibt es kaum noch einen Unterschied zwischen mündlicher und schriftlicher Kommunikation. Und wer viel chattet, wird feststellen, wie schnell sich seine Ausdrucksweise auch in Schriftform dem gesprochenen Wort anpasst.

Es gibt viele Gründe für schriftliche Kommunikation. Sie bietet Zeit, um sich eine angemessene Antwort zu überlegen. Sie hat meist keine Eile, jeder kann zu jeder Zeit schreiben und der andere kann es zu jeder Zeit lesen, an jedem Ort, teilweise mit verschiedenen Geräten. Wer Messenger-Dienste wie zum Beispiel WhatsApp oder den Facebook-Chat benutzt, darf sich über jede Menge Unabhängigkeit freuen – und das ist es ja, was wir alle wollen. Selbst entscheiden, wann wir was tun, wo und mit wem.

Und doch wird gerade das schnell zum Problem. Denn maximale Unabhängigkeit bedeutet oft auch minimale Sicherheit. Wahrscheinlich hat schon jeder einmal erlebt, wie ihn das Hin und Her im Chat in den Wahnsinn treibt – vor allem dann, wenn das Her ausbleibt. Sprich: Wenn die andere Person aus unerfindlichen Gründen gerade nicht antwortet.

Eine Antwort sollte selbstverständlich sein

Drei Beispiele: 

  • Man befindet sich in einem lockeren Chatgespräch: "Wie geht's?", "Was hast du heute gemacht?" Und irgendwann kommt: nichts mehr. Mittendrin herrscht Stille. Für Stunden, Tage, manchmal sogar Wochen.
    me irl from me_irl
  • Manchmal kommt es gar nicht erst soweit. Man schreibt also eine Person locker an (wohlgemerkt eine, die man schon kennt) – keine Antwort. 
  • Man schlägt einer Person schriftlich etwas vor: "Treffen am Wochenende?" Wieder kommt keine Reaktion. Wenn man Glück hat, meldet sie sich vielleicht Freitag Abend. Wenn man Pech hat, gar nicht.

Alle drei Situationen haben eines gemeinsam: Es gibt jemanden, der die Initiative ergreift – und dann ignoriert wird. Leider kommt das öfter vor. Es mag Gründe geben, warum es gerade keine Antwort gibt. Dennoch gilt: Dem Gesprächspartner zumindest mit einer Reaktion – selbst wenn es nur ein "Ich weiß nicht" ist – entgegenzukommen, sollte doch eigentlich selbstverständlich sein. 

Im so oft zitierten Real Life würde sich wohl kaum jemand so verhalten. Niemand kehrt dem Gegenüber mitten im Gespräch den Rücken oder würde am Telefon einfach auflegen. Je wichtiger schriftliche Kommunikation in unserem Alltag wird, desto mehr müssen wir auch dort lernen, verbindlicher zu werden und uns wirklich auf den anderen einzulassen.

Alles andere nämlich ist respektlos. Wir sollten uns öfter überlegen, welche Botschaft wir mit dem Nichtssagen senden. Der Satz "Man kann nicht nicht kommunizieren" ist zwar eine Phrase, aber deshalb nicht unbedingt falsch.

Keine Reaktion sagt auch etwas

Nehmen wir das erste Beispiel. Der Alleingelassene fragt sich: Was ist los mit dir? Soll ich einen Krankenwagen rufen? Tippst du gerade die Fortsetzung von "Herr der Ringe"? Wer einfach mitten in der Unterhaltung verschwindet, wird nie ein tiefgehendes Gespräch via Chat führen können (und bevor jemand widerspricht: Doch, das ist möglich).

Noch schlimmer ist es im zweiten Beispiel. Dort vermittelt der Angeschriebene seinem Gegenüber nämlich schlicht: Deine Frage ist mir keine Antwort wert. Die blauen Haken zeigen ja, dass er die Nachricht gelesen hat (Generationen nach uns werden nie verstehen, wie uns zwei blaue Haken so verrückt machen konnten). Kommunikation hat schließlich auch viel mit Wertschätzung zu tun, mit Aufmerksamkeit und Ernstnehmen. Und der andere denkt sich irgendwann wohl: Tut mir leid, dich mit meiner Freundschaft belästigt zu haben.

Und das dritte Beispiel? Wahrscheinlich wird hier das Problem der Unabhängigkeit und Unverbindlichkeit am deutlichsten – in allen Lebensbereichen. Keine Antwort zu geben bedeutet hier, sich bis zum Ende alle Optionen offen halten zu wollen. Vielleicht tut sich ja doch noch eine Person oder Aktion auf, die interessanter ist. Dass man dadurch dem anderen die Möglichkeit nimmt, selbst sein Wochenende zu planen, fällt den meisten wohl gar nicht auf. Und womöglich ohne zu wollen, vermitteln sie die Botschaft: Ich melde mich, wenn ich Lust habe – und dann musst du gefälligst auch bereitstehen.

Was sich hinter der Kommunikation (oder eben Nicht-Kommunikation) abspielt, bleibt meist im Dunkeln. Selten reden wir darüber, wie das Verhalten des anderen bei uns ankommt, selten denken wir darüber nach, was wir selbst auslösen. Trotzdem sollten wir uns bewusst sein: Auch keine Antwort ist tatsächlich manchmal eine Antwort – wenn auch mitunter auf eine ganz andere Frage.

Sehen Sie im Video: "Daran erkennen Sie, ob Sie bei Whatsapp belogen werden"

Frauen verwenden bei Lügen in Textnachrichten im Schnitt mehr Wörter.


Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.