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Australien: Dieser junge Jäger rettet Koalas vor den Buschbränden

Der Australier Patrick Boyle bringt Koalas und andere Wildtiere aus den verkohlten Buschländern in Sicherheit. In den sozialen Medien geht seine Rettungsmission bereits um die Welt. Dabei leiste er nur seinen Beitrag für die Gemeinde, sagt Boyle.

Feuer in Australien

Die Buschbrände in Australien wüten weiter, weder ist ein Ende in Sicht noch gibt es Entwarnung. In den Bundesstaaten New South Wales und Victoria lodern noch mehr als 170 Feuer, einige Gebiete sind weiter abgeschnitten. Seit Beginn der Brände im Oktober sind landesweit 24 Menschen ums Leben gekommen. Etwa sieben Millionen Hektar brannten nieder – das ist ungefähr ein Fünftel der Fläche Deutschlands.

Besonders tragisch sind die Auswirkungen der andauernden Katastrophe auch für die Tierwelt: Vorsichtigen Schätzungen zufolge seien bislang rund eine halbe Milliarde Tiere in den Flammen umgekommen. Vor allem die kleineren Tiere würden dem Feuer zum Opfer fallen, so Chris Dickman von der University of Sydney im Gespräch mit der BBC, weil sie nicht so schnell wegrennen könnten.

Doch bei aller vermeintlichen Aussichtslosigkeit der Lage in den betroffenen Gebieten gibt es auch Menschen, die helfen, wo und wie sie können. Menschen aus aller Welt, die spenden, aber natürlich auch Menschen in den betroffenen Gebieten, die anpacken.

Einer von ihnen heißt Patrick Boyle, ist 22 Jahre alt und ein Jäger aus dem von den Buschfeuern schwer getroffenen Küstenort Mallacoota in Victoria. Er hat es sich zur Aufgabe gemacht, verletzte Koalas und andere Wildtiere aus verkohlten Gebieten zu retten. Und seit seine Schwägerin die Bilder der Rettungsmission bei Facebook ins Netz gestellt hat, geht Boyles Geschichte um die Welt.

Australien: Tiere sind traumatisiert und verbrannt

Er habe bloß überlegt, wie er seinen Beitrag für die Gemeinde leisten könne, so Boyle im australischen Frühstücksfernsehen. Und da er Jäger sei, habe es für ihn nahe gelegen, in den Busch zu gehen. Gleich beim ersten Einsatz habe er helfen können: "Ich fand sofort einen verletzten Koala und brachte ihn in das Mallacoota-Tierhein."

Inzwischen habe er viele weitere Koalas gerettet, die Tiere seien teilweise dehydriert, verbrannt und traumatisiert: "Einigen fällt es schwer, Blätter zu essen und zu trinken." Mehr als zehn tote Koalas habe er bisher nur noch tot bergen können. Aber diese Rückschläge werden Boyle nicht davon abbringen, weiter zu helfen. Es ist schließlich sein Beitrag für die gebeutelte Gemeinde. Sein Beitrag im vermeintlich aussichtslosen Kampf gegen das Feuer.

tim