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Twitter Braut lehnt Make-up-Künstlerin ab, weil sie lesbisch ist – die reagiert unfassbar cool

Kristian bekam einen Make-Up-Job nicht
Kristian bekam einen Make-Up-Job nicht – weil sie lesbisch ist
© Screenshot Facebook
Kristian ist 22 Jahre alt und Make-up-Künstlerin aus Texas. Vor Kurzem teilte sie auf Twitter Screenshots einer Unterhaltung mit einer Braut, die sie erst für ihren großen Tag buchen wollte und es sich dann wieder anders überlegte – weil Kristian lesbisch ist. 

Kristian Cardenas ist eine wunderschöne 22-jährige Frau aus Lubbock im US-Bundesstaat Texas. Bereits seit mehr als sechs Jahren arbeitet sie als freiberufliche Haar- und Make-up-Expertin, schminkt und frisiert Frauen für Hochzeiten, Proms und andere große Events. Und Kristian liebt ihren Job!

Doch nun postete sie auf Twitter Screenshots einer Unterhaltung, bei der einem mal kurz die Spucke wegbleibt. So schrieb ihr eine potenzielle Kundin: "Eine Freundin hat mir deine Nummer gegeben. Du hast ihr Braut Make-up gemacht und ich wollte fragen, ob du mir deine Preise für Hochzeiten schicken kannst." Kristian reagierte freundlich, professionell und schickte der Frau einen Link zu ihrer Facebookseite mit, auf der einige Beispiele ihrer Arbeit zu sehen sind. So weit, so gut.

Doch dann schrieb die Frau, sie habe noch weitere Fragen: "Bist du lesbisch?"

Kristian blieb ruhig, doch die Braut wollte nicht nachgeben

Auf eine Bejahung und die sehr berechtigte Frage, was das mit ihren Make-up-Künsten zu tun habe, schrieb die namenlose Frau: "Oh, ich will keine lesbische Person in meiner Hochzeit involviert haben." 

Und während es völlig legitim gewesen wäre, das Höllenfeuer auf diese Frau loszulassen und ihr mal so richtig mit virtuell gefletschten Zähnen die Meinung zu geigen, blieb Kristian völlig ruhig, antwortete: "Okay, das ist in Ordnung. Haben Sie einen schönen Tag!"

Doch anstatt sich beim Himmel dafür zu bedanken, dass diese nette junge Frau sie und ihren bigotten Fanatismus verschont hat und einfach weiterzuziehen, ließ die baldige Braut doch tatsächlich eine waschechte kleine Hasspredigt los: "Ich habe noch mehr Fragen: Wie kannst du Latina und lesbisch sein? Du weißt schon, dass das eine Sünde ist, korrekt? Ich werde für dich beten. Es tut mir Leid, dass du dir einen Weg ausgesucht hast, der dich direkt in die Hölle führen wird. Ich finde, du machst wirklich tolles Make-up, aber ich kann keine homosexuelle Person an meinem besonderen Tag teilhaben lassen. Die Hochzeit ist in einer Kirche und ich will nicht, dass du in meine Kirche kommst. Solltest du dich in Sachen lesbisch sein doch nochmal umentscheiden, lass es mich gerne wissen, damit ich dich buchen kann." UM-ENT-SCHEIDEN?

Twitter schmiedet diabolische Pläne

Zu dem Post schrieb Kristian auf Twitter: "Offen mit der Welt zu teilen, wer ich bin, ist meine freie Entscheidung. Eine Entscheidung, für die ich mich niemals entschuldigen werde. Ich liebe, was ich tue und wer ich bin. Heute war ich ein wenig irritiert. Homophobie ist auch 2019 noch ein echtes Problem. Bitte seid einfach nett zu allen Menschen, die euch begegnen."

Die Twitter-Gemeinde sprang der jungen Frau sofort zur Seite. Inzwischen hat ihr Tweet mehr als 300.000 Likes gesammelt und wurde mehr als 70.000 Mal geteilt. Darunter sammeln sich Komplimente für Kristians Arbeit, Forderungen nach einer Preiserhöhung und Anfragen für andere Hochzeiten und Events. Und auch der eine oder andere diabolische Plan hat sich eingeschlichen: "Sag ihr einfach, dass du dich umentschieden hast, damit sie dich bucht. Und dann gehst du nicht hin und sie kann von außen genau so hässlich aussehen, wie sie es von innen ist." 

Schlussendlich lässt es sich vermutlich so zusammenfassen: Wer nicht will, der hat schon. Thank you, next!

Quelle: Twitter

jgs

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