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Unerwartete Flashbacks: Partyfotografen: Sie haben vermutlich auch euch geknipst – die Bilder sind noch im Netz

Das Internet vergisst nicht. Und wer weiß, wo er suchen muss, kann peinliche, lustige und zuckersüße Bilder aus der eigenen Vergangenheit im Netz finden: Offizielle Partyfotos, die in den frühen 2000ern gern und überall geknipst wurden. Ist das schlimm oder schön? Beides!

WIlde Partyfotos wollen wir eigentlich nicht im Netz haben

Wilde Partyfotos wollen wir eigentlich nicht im Netz haben – oft sind sie aber schon seit mehr als 10 Jahren dort

Pexels

Du warst in der ersten Hälfte der 2000er regelmäßig in einer mindestens mittelgroßen Stadt feiern? Dann wissen all deine alten Kumpels und hoffentlich erst recht der Typ, dem du damals die Freundin ausgespannt hast, nicht, dass du heute erfolgreicher Anwalt bist. Oder Chefarzt. Oder Politiker. Denn vielleicht erinnerst du dich daran, wie damals plötzlich ständig diese jungen Typen mit Kameras auf allen Partys aufgetaucht sind.

Die Erfindung der Digitalkamera war noch nicht lange her – ab etwa 2002 waren die Dinger einigermaßen erschwinglich und einigermaßen tauglich. Grund genug, um einen neuen Job für all jene zu entwickeln, die gerade ihr Abi verkackt hatten und vor dem Start zur Versicherungskaufmannsausbildung noch ein halbes Jahr überbrücken mussten: Eventfotograf! Und einer von denen hat bestimmt auch ein peinliches Bild von dir gemacht.

Sie waren plötzlich überall: "Eventfotografen"

Rückblickend ist es wirklich herzig, wie unschuldig man damals dem Internet gegenüberstand. Wie offen und vertrauensvoll. Das Web 2.0. war damals gerade erst erfunden worden. Facebook gab es erst ab 2004, in Deutschland sollte aber vor 2009 kaum jemand dort untwegs gewesen sein. 2005 entstand StudiVZ, eine ebenso unschuldige Oase, in der viele von uns den Umgang mit Social Media lernen sollten. Sagen wir es offen: Wenn uns in den frühen 2000ern jemand beim betrunkenen Feiern fotografierte, war uns das herzlich egal. Wir fanden es sogar toll. Denn wir konnten uns nicht vorstellen, dass diese Bilder für immer im Netz sein würden, und dass dieses Netz mal so relevant sein würde, wie es das heute ist. Wir hatten keine Ahnung.

Solche Fotos landeten auf den Seiten irgendwelcher lokaler Stadtmagazine. Oder auf nischigen Event-Seiten. Sie haben eine für heutige Verhältnisse miese Qualität, sind klein oder pixelig. Und sie zeigen uns von unserer ehrlichsten Seite. Fröhlich, jung und betrunken.

Ein Grund, warum viele dieser Fotos auch heute noch in schummrigen Ecken des Internets vorhanden sind: In der Regel sind die Fotografierten nicht namentlich erwähnt. Ein Dr. Müller-Schmittgerber, der vor 15 Jahren noch mehr für seinen soliden Wodka-Energy-Konsum als für seine Hirnchirurgie-Kenntnisse bekannt war, kann sich also nicht einfach selbst googeln und schlimme Party-Fotos finden. Auch seine Kollegen, Patienten, Freunde und Feinde können das nicht. Insofern – eigentlich kein Grund zur Besorgnis.

Trost: Einfach googeln kann man die Bilder nicht

Wer aber weiß, mit wem er früher in welchen Clubs feiern war, kann durchaus danach suchen und wird vielleicht fündig. Und staunt beim Anblick der Indieparty-Fotos von 2003 vermutlich über viele Dinge. Erstens darüber, dass die 90er, zumindest modisch betrachtet, nicht automatisch im Jahr 2000 vorbei waren. Zweitens darüber, wie bereitwillig wir alle unsere Gesichter in jede vorhandene Kamera gehalten haben – egal in welchem Zustand. Wie wir vor dem Party-Fotografen Hinterteile entblößt oder unserer Freundin an die Brüste gefasst haben. Drittens, über den seltsamen Herzschmerz, der uns überkommt, wenn wir uns plötzlich unerwartet in der Vergangenheit wiederfinden.

In der Disco, in der wir die besten Tage der besten Jahre unseres Lebens verbracht haben. Mit den Menschen, die uns am Herzen lagen und zu denen heute vielleicht der Kontakt irgendwie eingeschlafen ist. Darüber, wie gut wir damals aussahen, auch wenn wir vielleicht heute andere modische Entscheidungen treffen würden. Wie unschuldig nicht nur unsere Einstellung zu Fotos im Netz war, sondern auch zum Leben. Wir waren echt, damals.

Ein bisschen peinlich, dafür sehr nostalgisch

Partyfotos sind wie eine Zeitkapsel. Sie sind anders als die Fotos, die wir selbst damals geschossen haben. Denn wir haben ihre Existenz eigentlich sofort vergessen, nachdem der Blitz der Kamera erloschen war. Wir sehen uns selbst oder unsere damaligen Freunde oder Flammen in Situationen, die für uns damals selbstverständlich waren und die wir heute kaum noch auf dem Schirm haben. Eine waschechte Nostalgieexplosion.

Außerdem eine Bemerkung: Seit mindestens zehn Jahren gibt es von Seiten der "Erwachsenen" den steten Appell an junge Menschen, bloß nichts Kompromittierendes von sich selbst ins Netz zu posten. Partyfotos waren da immer Beispiel Nummer eins. Zuerst reagierten wir bockig. Irgendwann folgten wir dem Rat. Stellten unsere Facebook-Profile auf privat, posteten keine Fotos mehr, hielten unsere Persönlichkeiten von unseren persönlichen Profilen fern und machten sie damit unpersönlich. Seither haben wir das Social Web fast völlig der Werbung, den albernen Poesiealbum-Memes und dem Hass überlassen. Ehrlich gesagt: Da war es zu StudiVZ-Zeiten noch lustiger, als wir wöchentlich unsere eigenen Partyfotos für all unsere Freundesfreunde sichtbar online stellten. Vielleicht sollten wir einfach entspannter und selbstsicherer mit uns, unserem Leben und unserer Vergangenheit umgehen.

Steht doch dazu, wer ihr seid (oder wart)

Natürlich ist es in Zeiten von DSGVO ein Leichtes, die jeweiligen Seitenbetreiber aufzufordern, Fotos von einem selbst zu löschen. Einfach eine Mail schreiben. Aber bitte überlegt euch doch dreimal, ob ihr diese merkwürdige kleine Ecke des Internets wirklich kaputt pieksen wollt. Und damit diese zauberhaft-unangenehme Nostalgieblase womöglich für immer – und nicht nur für euch, sondern auch für andere – zerstört. Nur weil ihr damals Skater-Olaf die scharfe Steffi ausgespannt habt und nicht wollt, dass er eurem Chef die Bilder von eurer ersten Knutschorgie zu Reggae-Musik zeigt.

VERNUFT -- grundsätzlich als KRIMINELL definiert ??
Kinder und Hartz4-Empfänger werden „zur Vernunft“ diszipliniert. Persönliches Fortkommen, ohne Stillstand, ist das, was man vorgibt. Zweifel seien unvernünftiges Verhalten; Widerspruch, krankhaftes. Rationales oder pragmatisches Verhalten wird nur der „Führung“ (also dem Regierungs- und Verwaltungsapparat) zugebilligt. Nirgends ist ein demokratische Verhalten hinsichtlich der „Führung“ definiert. Demokratie bedeutet: man gibt der gewählten Führung den Auftrag, dem Volk (exakt dem Wohl des Einzelnen) zu dienen. Statt dessen werden Gruppeninteressen vertreten, die ein starkes Veto einlegen oder die Richtung (eigene Vernunft) straffrei umsetzen dürfen. Was ist Vernunft ? Wir kennen nur „unsinnige“ Gruppeninteressen, wie a) den Bau eines Schutzwalles gegen Imperialisten b) den Bau eines weltbedeutenden Drehkreuz-Flughafens (als Abschreckung der Konkurrenz) c) die Einführung von Hartz4 (Motto: nur Billig-Arbeit macht reich) d) eine Mobilität, wo Jedem erlaubt wird so schnell zu fahren, wie er sich es finanziell leisten kann e) ein gewinnorientiertes Verhalten, das „Schwache“ (entgegen der Gesetzeslage) „übertölpelt und ausraubt“; 1) Menschen werden kaufsüchtig / spielsüchtig / sexsüchtig gemacht, mit staatlicher Förderung >> Vogelfreiheit 2) der Enkeltrick ist eine Ableitung des kapitalistischen Systems >> SUB-Randgruppe gegen SUB-SUB-Randgruppe Vernunft heißt ursprünglich: „den eigenen Trieben Einhalt zu gebieten -- Anderen Freiheiten zu geben !!“ (Antikes Rechtsmotto) „Vernunft heißt, Anderen Frieden zu gewähren und Selbst im Gegenzug zu beziehen“ (Biblisches Gemeinwohl ) Warum geht das nicht in einer DEUTSCHEN Demokratie ? Fehlt den Deutschen die Einsicht ? Fehlt den Deutschen ein demokratisches Verständnis ? .. oder sogar Beides ? Oder kann sich in Deutschland nur jemand (verhaltensgestörtes Egozentrisches) politisch an die Spitze setzen, der BEIDES eben gerade nicht praktiziert und umsetzt, gegen die Schwächeren „vernünftig Handelnden“ ???? ... ähnlich, wie das bei kriminellen Banden die Regel ist ? Ist kriminelle Egozentrik nicht die beste Vernunft ? ... Resumee: das sollten die Kinder und Hartz4-Empfänger angeleitet werden, solches ebenfalls umsetzen ? ... sich nicht manipulirren / ausnutzen zu lassen, um nicht in einer Endlosschleife einer Opferrolle zu verharren ?