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Viraler Facebook-Post: Getränkehändler rechnet mit Einwegflaschen und Kunden ab: "Es geht um Bequemlichkeit"

Hans-Peter Kastner ärgert sich schon seit Langem über den vielen Plastikmüll. In einem Facebook-Post hat der Getränkehändler nun seinem Frust freien Lauf gelassen – und den Einwegflaschen den Kampf angesagt.

"Mir liegt Umweltschutz nur so lange am Herzen, so lange ich nichts an meinem Verhalten ändern muss", scherzt Comedian Felix Lohbrecht in seinem aktuellen Bühnenprogramm "Hype". Es ist eine Überspitzung, klar. Aber wie üblich schwingt dabei immer ein Fünkchen Wahrheit mit. Besonders Hans-Peter Kastner stellte das in den vergangenen Wochen fest.

Der Geschäftsführer eines Getränkemarkts aus Stuttgart sammelte mit seinen Mitarbeitern über zwölf Wochen Einwegflaschen und -dosen. Das Ergebnis war "erschreckend". 52 Säcke mit insgesamt 10.400 Flaschen und Dosen häuften sich in dieser Zeit an. Am Montag veröffentlichte er deshalb einen Brief auf Facebook, in dem er seiner Wut über den Plastikmüll Luft machte.

Facebook-Post geht viral

"Wir fragen uns, warum?", schreibt Kastner über den angesammelten Berg an Plastik im Hof seines Getränkemarkts: "Umweltschutz? Unterstützung der Nahversorgung? Nachhaltiges Denken? Nein, es geht um Bequemlichkeit, Geiz ist geil und nach mir die Sintflut."

Offener Brief an alle Kunden und Nichtkunden der Firma Getränke Kastner Sehr geehrte Kunden, sehr geehrte Damen und...

Gepostet von Getränke Lieferservice Kastner am Montag, 17. Juni 2019

Der Geschäftsführer nennt in seinem Brief zwei Gründe, warum die Einwegflaschen ein Problem sind. Zum einen sei da die wirtschaftliche Komponente. Letztendlich bleibe sein Familienunternehmen auf den Kosten sitzen. Demnach bekomme der Kaufmann von Clearingstellen, bei denen er die Flaschen und Dosen abgeben muss, das Pfand zwar erstattet. Allerdings koste deren Lagerung und Entsorgung ihn rund fünf Cent pro Stück. Für Kastner bedeutet das: Bei 10.400 gesammelten Getränkeverpackungen macht er ein Minus von 500 Euro.

Der andere viel wichtigere Punkt sei die ökologische Seite. "Wo endet dieser Müll? Wir wissen es nicht!", schreibt er. "Ganz ehrlich, ich kann Ihnen nicht sagen, ob diese Flaschen fachgerecht recycelt werden – oder wie so viel anderer Müll einfach in das ferne Ausland verkauft und dort in die See geschmissen wird."

Was ist denn so schlimm an Einwegflaschen?

Tatsächlich kritisieren Umweltverbände seit Jahren das System der Einwegflaschen in Deutschland. Denn das große Problem dabei ist, dass ein Großteil davon nach dem Gebrauch gar nicht recycelt wird. Laut dem Naturschutzbund Deutschland (Nabu) bestehen 70 Prozent der Einwegflaschen nämlich aus neuen Materialien und nur 28 Prozent aus wiederverwertetem PET. Es entsteht unfassbar viel Plastikmüll. Wie der Nabu schätzt, werden pro Jahr 16,4 Milliarden Einweg-Plastikflaschen verbraucht. Das sind 470.000 Tonnen Müll – oder anders gesagt: eine Reihe von Plastikflaschen, die 14 Mal von der Erde bis zum Mond reichen würde.

Genau aus diesem Grund appelliert Hans-Peter Kastner am Ende seines Briefes ans Gewissen aller Verbraucher: "Kaufen Sie Mehr- statt Einweg. Helfen Sie mit, die Umwelt zu verbessern. Reduzieren Sie unnötigen Plastikmüll. Sichern Sie die Nahversorgung und somit auch die Nachhaltigkeit."

Für seinen offenen Brief bekommt der 41-Jährige viel Zustimmung. Sein Post wurde inzwischen über 20.000 Mal auf Facebook geteilt – und über 1500 Mal kommentiert. Fast alle finden, dass Kastner recht hat. "Auch hier wiederhole ich mich, diese Verpackungen dürfen einfach nicht angeboten werden, ganz einfach", kommentiert ein Facebook-Nutzer den Beitrag. Eine andere Userin schreibt: "Wir kaufen seit längerem nur noch Glas und siehe da: Es schmeckt besser – und fühlt sich gut an, auf Plastik zu verzichten!"

Auf Sardinien haben Meeresforscher 22 Kilogramm Plastik im Magen eines toten Wals entdeckt.

Quellen: Stuttgarter Zeitung / Facebook / Naturschutz Bund

rpw
kann man sich gegen eine maßnahme vom jobcenter wehren?
hallo. ich bin quasi arbeitsunfähig seit meinem 18ten lebensjahr. ich wiege 200 kg und habe eine betreuung weil ich sonst gar nichts schaffen würde. sie bringt mich zu terminen und begleitet mich zu arzt besuchen. das einzige was ich noch alleine kann ist einkaufen und das auch nur weil es nunmal lebensnotwendig ist ,jedoch bin ich danach total erschöpft und fertig.ich kann keine 200 meter mehr laufen.und mal ganz abgesehen von meiner körperlich verfassung leide ich seit meiner kindheit an starken depressionen,borderline,panikattacken,einer traumatischen belastungsstörung und angstzuständen. ich bin demnach körperlich sowie auch psychisch ziemlich fertig. gestern war ich beim amtsarzt zur begutachtung sowie auch einmal vor 2 jahren. und die ärztin sagt mir ernsthaft,das es zumindest köperlich nicht ausreichen würde das ich weiterhin krank geschrieben werden kann und sagte,das eine maßnahme sicherlich gut sein kann.und das obwohl ich bereits sagte,das ich körperlich unfähig bin irgendwas alleine zu schaffen und ,meine betreuerin mich überallhin begleiten muss.(ich habe kein auto)ich bin vollkommen entsesetzt und habe nun angst das sie mich in eine maßnahme stecvken welche ich einfach nicht schaffe und sie mir dann das minum an geld nehmen welches ich bekomme und ich dann verhungernd und auf der starße leben muss,eben weil es ein ding der unmöglichkeit für mich darstellt.kann man sich da irgendwie wehren?sie sagt sie findet ich sei zu jung um berentet zu werden (28).ich habe gerade wirklich angst.kann man einen menschen zwingen etwas für ihn unmögliches zu tun?ich hab das gefühl die wollen irgendeine quote erfüllen und solange man die arme bewegen kann,ist man arbeitsfähig...hilfe :(