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Neuseelands Premierministerin "Ich will, dass er durch Schmerz und Folter geht" – Warum diese Feministin auf den Antrag ihres Mannes wartete

Jacinda Adern Verlobung Feminismus
Jacinda Ardern und ihr Verlobter Clarke Gayford sind eine ziemlich moderne Familie – während sie die Regierungsgeschäfte von Neuseeland leitet, passt der Moderator auf ihre kleine Tochter Neve auf.
© Derek Henderson/ / Picture Alliance
Jacinda Ardern ist Neuseelands Regierungschefin und ganz vorn mit dabei, wenn es um Gleichberechtigung geht. Nun hat sie sich verlobt. Doch wer machte den Antrag?

So etwas hatte man bei den Vereinten Nationen auch noch nicht gesehen: Im September 2018 knuddelte und herzte die Neuseeländische Premierministerin Jacinda Adern ihre drei Monate alte Tochter Neve, während sie zwischen den anderen Delegierten in der UN-Vollversammlung saß. Bei ihrer späteren Rede hielt ihr Lebenspartner Clarke Gayford die Kleine auf dem Schoß. Nur wenige Monate zuvor hatte die 38-Jährige als erste Regierungschefin seit fast drei Jahrzehnten ein Kind im Amt zur Welt gebracht – und nach acht Wochen Pause ihren Job wieder aufgenommen.

Eine ziemlich moderne Familie also, gerade auf dem politischen Parkett. Und nun haben sich Ardern und Clarke verlobt. Wie die Regierung der Hauptstadt Wellington bestätigte, haben die beiden wohl schon an Ostern entschieden, zu heiraten. Zuvor war aufgefallen, dass die Premierministerin bei einem Termin am Vormittag einen neuen Diamantring am Mittelfinger trug. Im Internet wird seitdem wild spekuliert, welchen Namen das Paar zukünftig tragen wird. Ähnlich wie bei "Brangelina" gibt es auch hier schon einen Namensmix: "Clarinda oder Jarke."

Modernes Familienmodell

Wenn es aber um die Frage geht, wer wem einen Heiratsantrag macht, scheint das Paar ganz klassisch unterwegs zu sein. Auf die Frage, ob sie ihrem Partner selbst einen Antrag machen würde, hatte die Vorsitzende der sozialdemokratischen Labour-Partei kürzlich in einem BBC-Interview zwar geantwortet: "Natürlich, ich bin Feministin." Sie fuhr aber fort: "Aber ich will, dass er sich selbst mit dieser Frage quält, durch den Schmerz und durch die Folter geht." Es wird daher vermutet, dass Gayford den Antrag machte.

Ob beim Namen oder der Kindererziehung: Jacinda Ardern bekam viel Zuspruch für ihr modernes Familienmodell. Meist kümmert sich der TV-Moderator um die Erziehung, während Ardern ihren Regierungstätigkeiten nachgeht. "Ich wünschte, ich hätten den Blick der japanischen Delegation festhalten können, als sie gestern bei der UN in einen Konferenzraum gekommen sind, gerade als wir Windeln gewechselt haben. Eine tolle Geschichte für das 21. Jahrhundert", schriebt der 41-Jährige damals auf seinem Twitter-Account.

lau dpa

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