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Lebensbedrohliche Infektion: Wer am Wochenende im Berliner "KitKatClub" war, sollte dringend zum Arzt gehen

Am Samstag kam es in dem Berliner "KitKatClub" zu einer Übertragung einer lebensbedrohlichen Infektion, einer bakteriellen Hirnhautentzündung. Wer an dem Tag dort feiern war, sollte dringend zum Arzt gehen, warnt das Bezirksamt.

Infektionsalarm im Berliner KitKatClub

Im Berliner KitKatClub kam es zur Übertragung einer bakteriellen Hirnhautentzündung

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Wer am Wochenende in einem Club tanzen geht, rechnet vielleicht damit, das Smartphone betrunken zu verlieren oder peinliche Selfies an den oder die Ex zu schicken – aber sicher nicht damit, sich mit einer lebensbedrohlichen Infektion anzustecken. Im Berliner Techno-Club "KitKatClub" kam es am Samstag zu einer Übertragung einer bakteriellen Hirnhautentzündung (Meningokokken-Meningitis), warnt jetzt das Bezirksamt Reinickendorf auf seiner Website. Bislang sei bekannt, dass die Meningokokken zu einer der Gruppen A, C, Y, W135 gehören. 

Wer im KitKatClub war, sollte dringend zum Arzt

Eine bakterielle Hirnhautentzündung kann innerhalb weniger Stunden lebensbedrohlich werden. Deswegen rät das Bezirksamt nun allen Gästen, die am Wochenende in dem Berliner Club unterwegs waren, unverzüglich vorbeugend einen Arzt oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Die Symptome seien starke Kopfschmerzen, hohes Fieber, Schwindel, Schüttelfrost, ein steifer Nacken und generelle schwere Krankheitsgefühle. 

Übertragen wird die Infektion über Flüssigkeiten aus dem Mund- und Rachenraum. "In der Regel ist dazu ein sehr enger Kontakt nötig", schreibt das Bezirksamt in der Pressemitteilung. Offenbar müssen alle Gäste, die am Samstag im "KitKatClub" waren, nun vorbeugend ein Antibiotikum einnehmen.

Der Club ist weit über die Grenzen Deutschlands hinaus bekannt – auch weil in diversen Reportagen über das Treiben dort berichtet wurde: Im KitKatClub steigen regelmäßig wilde Partys, auf denen die Gäste miteinander Sex haben.  

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