HOME

Mesut Özil: "Özil macht sichtbar, was wir täglich aushalten müssen": Das sagen Deutschtürken zum Rücktritt

Özils Rücktritt aus der Nationalmannschaft wird wild diskutiert. Wir haben junge Deutschtürken gefragt, wie sie die Situation sehen. Einig sind auch sie sich nicht.

Von Brid Johnen

Özil Reaktionen

Eda Vendetta, 28, Moderatorin und Influencerin

Der Rücktritt ist eigentlich nicht der riesige Skandal, zu dem er jetzt gemacht wird. Er hat mich bewegt, allerdings keinesfalls überrascht. Özil ist in eine Position gekommen, in der er nichts mehr richtig machen konnte. Deshalb musste er gehen. Ich kann den Schritt gut nachvollziehen, auch wenn ich es sehr schade finde. Das hätte man alles vermeiden können.

Wir verlieren nicht nur einen Nationalspieler, mit dem wir vor einigen Jahren die WM gewonnen haben, sondern eben auch eine Identifikationsfigur für alle Deutschtürken. Sie müssen ab jetzt Angst haben, einen Fehler zu machen, den man ihnen nicht verzeihen wird. Özils Gefühl, nicht gut genug zu sein, holt leider viele von uns so sehr ab, dass das "Skandalfoto" zur Nebensache wird.

Es war die Schock-Nachricht vom Wochenende: Mesut Özil tritt aus der deutschen Fußball-Nationalmannschaft zurück. Nach dem WM-Aus wurde der deutsche Nationalspieler mit türkischen Wurzeln in vielen Zeitungen und vom DFB als Schuldiger herausgehoben. Es folgten Kritik und rassistische Beleidigungen, besonders im Internet. Nachdem Özil sich lange nicht äußerte, hat er nun die Reißleine gezogen und sich in einem langen Statement erklärt. Und auch das schlägt Wellen.

Viele sehen den Rücktritt vor allem als Folge der rassistischen Stimmung im Land. Einige geben dem Spieler aber auch eine Mitschuld an den Reaktionen, weil er sich mit dem türkischen Präsidenten Erdogan fotografieren ließ und sich dann nicht mehr dazu äußerte. Aber was sagen eigentlich junge Deutschtürken zum Wirbel um den Fall Özil? NEON hat nachgefragt.

Links steht DFB-Präsident Reinhard Grindel an einem Rednerpult, rechts steht Mesut Özil in DFB-Trainingsjacke auf dem Platz
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.