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Früher weniger rot?: AfD-Verbände wittern Wetterkarten-Verschwörung bei der "Tagesschau" – und verbreiten Unsinn

Manipuliert die "Tagesschau" die Wetterkarte, um die Temperaturen zu "dramatisieren"? Diesen falschen Vorwurf haben mehreren AfD-Verbände in den sozialen Netzwerken erhoben. Sogar der CDU-Bildungsminister von Sachsen-Anhalt verbreitete diesen indirekt weiter.

Fake-News über Wetterkarten? Einige AfD-Verbände haben der "Tagesschau" in den sozialen Netzwerken vorgeworfen, die Karten ihres Wetterberichts zu manipulieren. Mit veränderten farblichen Darstellungen verzerre die ARD die Bedrohung durch den Klimawandel, so der Vorwurf. Als Beweis teilten mehrere Kreisverbände auf Facebook zwei unterschiedliche Wetterkarten – eine aus dem Jahr 2009, eine aus dem Jahr 2019.

Während in dem Wetterbericht vor zehn Jahren bei 30 Grad alles grün dargestellt wurde, ist auf dem von heute alles rot. Dementsprechend würden hier Temperaturen "dramatisiert" werden, die vor zehn Jahren noch "ganz normal" dargestellt worden seien, so der Vorwurf. Dazu schrieb beispielsweise die "AfD Kleve": "Mal über die Manipulation von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN nachdenken. Das Wetter hat sich drastisch geändert, oder? Haben Sie in NRW etwa bereits Nordseezugang, wie es in den 80ern von den Grünninen und deren 'Wissenschaftlern' vorausgesagt wurde?"

Selbst Sachsen-Anhalts Bildungsminister, Marco Tullner (CDU), verbreitete die falschen Vorwürfe indirekt weiter – indem er einen Mitarbeiter des MDR auf Twitter dazu fragte: "Warum wurden eigentlich die Wetterkarten von grün auf glutrot, bei selben Temperaturen, umgestellt? Das geistert ja gerade durch das Netz." Die FDP Magdeburg schrieb darunter vom "optischen Framing".

Der Vergleich der AfD-Kreisverbände ist falsch

Die "Tageschau" reagierte umgehend auf die Manipulations-Vorwürfe. Und es wurde deutlich: Die Gegenüberstellung der Wetterkarten ist, wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Denn: Es werden zwei unterschiedliche Karten miteinander verglichen, stellt "tagesschau.de" in einem Faktenfinder klar. Demnach handele es sich bei der oberen Karte in der Grafik um eine Temperaturvorhersage. Durch die Einfärbung könne man auch dort, wo keine Zahl steht, erahnen, wie hoch die Temperaturen etwa werden. Die Skala kann dabei von Dunkelrot für heiße Temperaturen bis kaltem Blau reichen, so die "Tagesschau".

Die untere Karte in der auf Facebook verbreiteten Grafik sei dagegen die Vorhersage für die kommenden drei Tage, bei der nicht nur die Temperaturen, sondern auch Angaben über Bewölkung, Niederschlag oder Sonnenschein angezeigt werden. Diese Informationen würden mit einer neutralen Karte hinterlegt werden. Und das sei schon seit vielen Jahren so gewesen.

Das belegt auch ein Tweet von "Tagesschau20Jahre" (Anm. d. Red.: kein offizieller Account der ARD). Der zeigt einen Screenshot aus der "Tagesschau" vom 1. Juni 1999 mit einer tiefroten Wetterkarte und dem Satz: "[1.6.99] Es wird heiß in weiten Teilen Deutschlands."

Die Uhr vor Beginn der 20 Uhr Tagesschau zeigt 20:00:51

Quelle: Tagesschau / Facebook

rpw
Wie lange ist die frist bei einer Kündigung?
Hallo Ich möchte gerne kündigen, da das Arbeitsverhältnis nicht mehr gegeben ist. Leider verstehe ich den Arbeitsvertrag nicht ganz. Auszug aus dem Vertrag: Paragraf 13 Kündigungsfristen: (1) das Arbeitsverhältnis kann beiderseitig unter Einhaltung einer frist von 6 Werktagen gekündigt werden. Nach sechsmonatiger Dauer des Arbeitsverhältnisses oder nach Übernahme aus einem Berufsausbildungsverhältnis kann beiderseitig mit einer frist von zwölf Werktagen gekündigt werde. (2) Die Kündigungsfrist für den Arbeitgeber erhöht sich, wenn das Arbeitsverhältnis in demselben Betrieb oder unternehmen 3jahre bestanden hat, auf 1 monat zum Monatsende 5jahre bestanden hat, auf 2 monate zum Monatsende 8jahre bestanden hat, auf 3 monate zum Monatsende..... (3) Kündigt der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis mit dem Arbeitnehmer, ist er bei bestehenden Schutzwürdiger Interessen befugt, den Arbeitnehmer unter fortzahlung seiner bezüge und unter Anrechnung noch bestehender Urlaubsansprüche freizustellen. Als Schutzwürdige interessen gelten zb. Der begründete Verdacht des Verstoßes gegen die Verschwiegenheitspflicht des Arbeitnehmers, ansteckende Krankheiten und der begründete verdacht einer strafbaren handlung. Ich arbeite in einem Kleinbetrieb (2mann plus chef) seid 2 jahren und 3-4Monaten. (Bau) Seid ende November bin ich krank geschrieben. Was meinem chef überhaupt nicht passt und er mich mehrfach versucht hat zu überreden arbeiten zu kommen. Da mein zeh gebrochen ist und angeschwollen sowie schmerzhaft und ich keine geschlossenen schuhe tragen kann ist arbeiten nicht möglich. Das Arbeitsverhältnis ist seid längerem angespannt vorallem mit dem Arbeitskollegen. Möchte nur noch da weg! Wie lange ist nun die frist und wie weitere vorgehen? Ich hoffe es kann mir jemand helfen.