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Am 26. Mai ist Europawahl Wahlantrag: Warum junge Menschen für die Wahlbeteiligung auf die Knie gehen


Die Wahlbeteiligung zur letzten Europawahl lag in Deutschland bei nicht einmal 50 Prozent. Das will eine Initiative dieses Mal ändern und hat dafür eine polit-romantische Aktion ins Leben gerufen.

Vom 23. bis zum 26. Mai wählen die Bürgerinnen und Bürger der EU ein neues Europäisches Parlament, in Deutschland wird am Sonntag den 26. Mai gewählt. Bei der letzten Europawahl 2014 lag die Wahlbeteiligung in Deutschland bei ziemlich deprimierenden 47,9 Prozent, in der gesamten EU waren es sogar nur 43 Prozent. 

Dagegen will eine Initiative nun vorgehen und hat die "Proposals for Europe" ins Leben gerufen. Die Idee: Europäer und Europäerinnen sollen ihre Liebsten dazu bewegen, mit ihnen wählen zu gehen. Die Idee dazu kommt von der Initiative "Kleiner Fünf", die die "#Wahlantrag"-Kampagne zur Bundestagswahl 2017 ins Leben rief. Mit dem Wahlantrag wollen sie versuchen, so viele Menschen und vor allem Erstwähler wie möglich dazu zu motivieren, "ihre Stimme für eine offene Gesellschaft" abzugeben, denn: "Bei der Bundestagswahl 2013 gingen nur 64,2 Prozent der ErstwählerInnen zur Wahl. Noch schlechter sah es bei der Altersgruppe der 21- bis 24-Jährigen aus, hier waren es nur 60,3 Prozent. Das möchten wir ändern!"

Vor der Europawahl: "Politischer Debatte in Deutschland einen jungen Impuls geben"

Wer richtig in die Vollen gehen will, kann sich hierzu sogar einen passenden Ring bei der Initiative bestellen, oder sich auf der Aktionsseite eine Origami-Vorlage für einen faltbaren Wahlantrag-Ring runterladen. Der ist dann mit so schönen Hashtags wie #democracy, #europeunited oder #culturaldiversity versehen. Mit der Aktion möchte die Initiative "der politischen Debatte in Deutschland einen jungen Impuls geben. Der Wahlantrag ist ein interaktiver Aufhänger, Demokratie zu erleben und über Politik zu sprechen. Das lässt sich über Social Media ebenso gut verbreiten wie in alltäglichen Gesprächen vertiefen – über Parteigrenzen hinweg."

Und es scheint zu funktionieren. Unter #proposals4europe sammeln sich immer mehr Bilder von polit-romantischen Anträgen. Der einzige Nachteil: Wir könnten uns vorstellen, dass der Trend zu dem einen oder anderen verwirrten Anruf von Oma geführt hat.

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Quellen: "Kleiner Fünf" / "Proposals4Europe" / "Bundeszentrale für politische Bildung"

jgs

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