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1000 Euro extra: Bedingungsloses Grundeinkommen: "Hab ich das Geld wirklich verdient?"

Judith Menzel, 31, führt eine vegane Eisdiele in Rostock. Sie bekam von Januar bis Dezember 2016 das bedingungslose Grundeinkommen. Hier erzählt sie, was das mit ihr gemacht hat.

Protokoll: Lisa Muckelberg

1000 Euro im Monat: Wie funktioniert das bedingungslose Grundeinkommen?

"Für mich kam das Grundeinkommen genau im richtigen Moment. Es war der erste Winter für meine Eisdiele, mit der ich mich selbstständig gemacht hatte. Der Sommer lief zwar gut, aber einen Riesenpuffer konnte ich noch nicht aufbauen. Wir haben zwar mit dem Verkauf von Kaffee, Kuchen und heißen Waffeln weiter Umsatz gemacht, aber der erste Winter war echt schwer.

Da waren bedingungslose 1000 Euro im Monat eine große Erleichterung. Ich musste mir selbst kein Gehalt auszahlen und konnte trotzdem meine Miete und Versicherungen bestreiten. Mein Laden und ich hätten den Winter sicher überlebt, auch ohne das Grundeinkommen, aber es wäre härter geworden.

Judith Menzl

Judith stellt veganes Eis her - und konnte mit 1000 Euro Grundeinkommen besser in die Selbstständigkeit starten

Gab es Neid im Umfeld?

Erfahren habe ich von der Verlosung zufällig: Sie tauchte in meiner Facebook-Timeline auf, und ich registrierte mich. Die Mail, in der stand, dass ich gewonnen hatte, hielt ich erst mal für Spam. Erst als ich mir das Video der Ziehung anschaute, erkannte ich mein Profilbild wieder. Unglaublich! Es war kurz vor Weihnachten, also kaufte ich erst mal Geschenke ein. Dann übernahm ich Patenschaften für gerettete Tiere auf einem Lebenshof.

Neid gab es in meinem Umfeld gar nicht, alle haben sich für mich gefreut. Aber am Anfang haderte ich mit mir selbst: Hatte ich das Geld wirklich verdient? Schließlich gibt es Menschen, die es viel dringender brauchen als ich selbst. Dann wurde mir klar, dass es nicht darum geht. Das Grundeinkommen ist bedingungslos, jeder soll damit machen, was er will.

Ich hoffe, dass das Grundeinkommen Realität wird. Mit einem garantierten Gehalt, das Sicherheit gibt, würden sich bestimmt mehr Leute trauen, ihre Ideen umzusetzen. Ich habe davon profitiert: Meine Eisdiele trägt sich inzwischen selbst und läuft sogar jedes Jahr besser."


Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.