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Plattform-Perlen: HSV-Uhr und ein beliebtes "Drecksloch" – das sind die skurrilsten Ebay-Kleinanzeigen

Die Ebay-Kleinanzeigen bieten immer wieder bizarre Entdeckungen: unverschämte Angebote, lustige Konversationen oder auch zahlungswillige Fußfetischisten. Der Online-Marktplatz hat nun eine Liste mit den fünf skurrilsten Kleinanzeigen des vergangenen Jahres veröffentlicht.

Skurrile Angebote bei Ebay-Kleinanzeigen

Ebay-Kleinanzeigen: Hier kann man einfach Geld machen – oder verrückte Dinge kaufen (Symbolbild)

Getty Images

Man muss sich nur mal im Bekannten- und Freundeskreis umhören, irgendjemand hat immer eine skurrile Story über Plattformen wie Ebay-Kleinanzeigen zu erzählen. Da gibt es die Klassiker wie "Was letzte Preis?" oder unverschämte Gegenangebote von Leuten, die die Ware am liebsten geschenkt und geliefert bekommen würden, aber auch zwielichtige Nachrichten von zahlungswilligen Fußfetischisten. 

Ein besonderer Ebay-Kleinanzeigen-Rückblick

Nicht um die Interessenten sondern um die eigentlichen Kleinanzeigen geht es bei der Liste, die Ebay nun rausgegeben hat. Mittlerweile wurden über eine Milliarde Inserate auf der Plattform hochgeladen – da sind einige Besonderheiten dabei. Das Unternehmen hat die fünf skurrilsten Angebote und Gesuche aus dem vergangenen Jahr gesammelt. 

Trauriger HSV-Fan sorgt sich um Zukunft seines Vereins

Zu Jahresbeginn 2018 stellte in der niedersächsischen Stadt Achim ein enttäuschter Anhänger des Hamburger SV die Stadionuhr aus dem Volksparkstadion zum Verkauf ein. Damals drohte dem Verein der Abstieg. Für den Fan war klar: Tritt dieser Fall ein, wird die Stadionuhr überflüssig. Kurz schien es, dass der Achimer voreilig handelte, denn die Lage des HSV verbesserte sich zeitweilig. Doch am Ende stieg der Verein ab. Die Stadionuhr blieb trotzdem im Einsatz und wurde lediglich umgestellt. Wohl auch ein Grund dafür, dass es für das Angebot bei Ebay-Kleinanzeigen keine ernsthaften Interessenten gab.

Wasserkessel wird zur Gartenlaube

Am Anfang dieser Geschichte stand ein auf den ersten Blick nutzloses Geschenk: Ein Mann aus Brandenburg erhielt einen mehrere Meter hohen Industrie-Wasserkessel. Doch der Brunnenbauer Manfred Wetzel aus Rathenow wurde kreativ: Er baute den Wasserkessel kurzerhand zu einer zweistöckigen Gartenlaube um. 2014 verstarb der Laubenbauer. Vier Jahre später entschied sich seine Frau, einen neuen Besitzer für das Häuschen zu suchen. Sie bot das einzigartige Wohnobjekt für 47.500 Euro VB (Verhandlungsbasis) zum Verkauf an. Leider ist nicht bekannt, ob sich ein Käufer fand.

Olympisches Erinnerungsstück gesucht

Im Februar suchte Falk Hoffmann, Olympiasieger im Turmspringen 1980, über die Plattform nach einem verloren gegangenen Erinnerungsstück. Zur Goldmedaille hatte er damals einen einzigartigen Ring mit Prägung erhalten, den bisher kein weiterer Turmspringer in Deutschland bekommen hat. Bei einem Abendessen ging er verloren. Trotz Kleinanzeige und lokaler Berichterstattung in Zeitungen und Radio ist der Ring bis heute verschollen.

Ein "Drecksloch" wird zu einer der meist geklickten Kleinanzeigen

Eine besondere Immobilie in Hohengörsdorf

Im November suchte ein Hausbesitzer aus Brandenburg einen Käufer für eine besondere Immobilie in Hohengörsdorf. Der Nutzer beschrieb das Haus unverblümt als "Drecksloch", um dessen miserablen Zustand deutlich zu machen. Trotz fehlender Anschlüsse und vermüllter Räume lag der Angebotspreis bei 9000 Euro. Die Anzeige erhielt viel Aufmerksamkeit: Innerhalb von 24 Stunden wurde sie 3500 Mal aufgerufen. Schließlich kam der Verkäufer mit einer Berliner Familie ins Gespräch. Doch ihm kamen Zweifel, ob er sich tatsächlich von der Immobilie trennen möchte – offenbar lastet auch ein hoher emotionaler Wert auf dem maroden Gebälk.

Ein Stück Wuppertaler Schwebebahn

Als die Wuppertaler Stadtwerke 2015 ihre alten Schwebebahnwagen durch neue ersetzten, schlug Eisenbahnfan Horst Baumeister kurzentschlossen zu. Er erwarb als einzige Privatperson einen Wagen aus dem Jahr 1972. Dieser sollte fortan seinen Vorgarten schmücken. Doch der Kindheitstraum platzte, denn das Bauamt spielte nicht mit. Um einen neuen Besitzer zu finden, inserierte der Wuppertaler den Wagen bei eBay Kleinanzeigen. Die Nachfrage war groß. Schon nach kurzer Zeit gab es 15 ernsthafte Interessenten, einige sogar aus dem Ausland. Bis heute ist in den Verhandlungen aber noch keine Entscheidung gefallen.

Online-Shopping: Ebay Kleinanzeigen: Amtliche Warnung vor neuer Betrugsmasche
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Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.