Abholzung in Brasiliens Amazonasgebiet auf niedrigstem Stand seit 2019

Brennendes Feld im Bundesstaat Para
Brennendes Feld im Bundesstaat Para
© AFP

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Die Abholzung im brasilianischen Amazonasgebiet ist im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 2019 zurückgegangen. Die heimische Vegetation ging um 985.000 Hektar zurück, wie aus einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht des Überwachungsnetzwerks MapBiomas hervorging. Dies seien 20,6 Prozent weniger als 2024. Es handelt sich um die niedrigste Abholzungsfläche seit dem Beginn der Datenerfassung durch das Netzwerk im Jahr 2019. Zudem liegt sie erstmals unter einer Million Hektar. 

Laut MapBiomas, einem Konsortium von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen, ist die Landwirtschaft für 99 Prozent des Verlustes an Vegetation verantwortlich. 

Waldflächen, die durch Brände zerstört werden, sind in dem Bericht nicht enthalten. Nach Rekordwaldbränden im Jahr 2024 blieben dem größten südamerikanischen Land im vergangenen Jahr große Flammeninfernos erspart. 

Der Rückgang der Abholzung wurde in den sechs großen Ökosystemen Brasiliens festgestellt. „Wir beobachten einen Anstieg bei Kontrollen und Sanktionen, die einen direkten Zusammenhang mit dem Rückgang der Abholzung in allen brasilianischen Biomen haben“, sagte Marcos Rosa, technischer Koordinator bei MapBiomas, der Nachrichtenagentur AFP. 

Trotzdem bleibt das Ausmaß der Abholzung im Amazonas atemberaubend. Im größten Regenwald der Welt, in dem die Abholzung sich um 23,5 Prozent verlangsamt hat, werden immer noch jede Sekunde fünf Bäume gefällt. Die am stärksten betroffene Region war im vergangenen Jahr erneut Cerrado, ein Savannengebiet südlich des Amazonas. Dort wurden mehr als die Hälfte der Abholzungen registriert. 

Der Amazonas gilt als „grüne Lunge“ des Planeten. Sein Regenwald nimmt in gigantischen Mengen Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre auf und wirkt damit der Erderwärmung durch dieses Treibhausgas entgegen.

AFP