Laut MapBiomas, einem Konsortium von Universitäten, Nichtregierungsorganisationen und Technologieunternehmen, ist die Landwirtschaft für 99 Prozent des Verlustes an Vegetation verantwortlich.
Waldflächen, die durch Brände zerstört werden, sind in dem Bericht nicht enthalten. Nach Rekordwaldbränden im Jahr 2024 blieben dem größten südamerikanischen Land im vergangenen Jahr große Flammeninfernos erspart.
Der Rückgang der Abholzung wurde in den sechs großen Ökosystemen Brasiliens festgestellt. „Wir beobachten einen Anstieg bei Kontrollen und Sanktionen, die einen direkten Zusammenhang mit dem Rückgang der Abholzung in allen brasilianischen Biomen haben“, sagte Marcos Rosa, technischer Koordinator bei MapBiomas, der Nachrichtenagentur AFP.
Trotzdem bleibt das Ausmaß der Abholzung im Amazonas atemberaubend. Im größten Regenwald der Welt, in dem die Abholzung sich um 23,5 Prozent verlangsamt hat, werden immer noch jede Sekunde fünf Bäume gefällt. Die am stärksten betroffene Region war im vergangenen Jahr erneut Cerrado, ein Savannengebiet südlich des Amazonas. Dort wurden mehr als die Hälfte der Abholzungen registriert.
Der Amazonas gilt als „grüne Lunge“ des Planeten. Sein Regenwald nimmt in gigantischen Mengen Kohlendioxid aus der Erdatmosphäre auf und wirkt damit der Erderwärmung durch dieses Treibhausgas entgegen.